Kaisheim (mmü) - Herausragende Neu- und Umbauten im Landkreis Donau-Ries sind in Kaisheim mit dem diesjährigen Bauherren-Preis ausgezeichnet. "Diese Gebäude sind beispielhaft. Dennoch wollen wir keine Klone davon sehen," stellte Christian Einzmann, Mitglied der Jury, klar.

Die Beispielhaftigkeit liege eher darin, beim Bau eine Idee umzusetzen und nicht nur mit einem "Bauplan von der Stange" zu arbeiten. Landrat Stefan Rößle, der die Urkunden verlieh, betonte in seiner Rede, sein Herzblut hänge mit an dem Wettbewerb.
Die fachkundige Jury war aus den Bereichen des Städtebaus, der Architektur sowie der Heimatpflege zusammengestellt: Kreisbaumeister Christian Einzmann, Architekt Dieter Domes, Baudirektorin Ulrike Widmann von der Regierung von Schwaben, Kreisheimatpfleger für das Ries Herbert Dettweiler und dessen für die Gebiete Donau, Jura und Lech zuständiger Kollege Xaver Geisler prüften alle Bewerbungen auf ihre Tauglichkeit.
Einzmann stellte heraus: "Ich bin sehr froh über die Neuausrichtung des Wettbewerbs, die wir in diesem Jahr durchgeführt haben." Die Orientierung sei nun deutlicher auf architektonische Aspekte ausgelegt, was zu einer sehr hohen Qualität der honorierten Gebäude geführt habe. Die Einhaltung einer traditionellen wie regionalen Bauweise werde seit diesem Jahr nicht mehr so sehr in den Vordergrund gestellt, sondern ergebe sich nun mehr von selbst - "Harmonie sollte eigentlich der Grundsatz jeder Architektur sein," so Einzmann. Für Wettbewerbsgewinner war es daher wichtig, sich sensibel in ihr Umfeld einzufügen. Landrat Rößle fasste dies in die Formel: "Niemand baut für sich allein!"
Insgesamt elf Auszeichnungen für beispielhaftes Bauen wurden verliehen. Die sechs Preise gingen an die Gemeinde Fremdingen (Hochaltingen), Stefan Leibhammer (Marxheim), Dr. Hans-Karl Müller (Nördlingen), die Firma Hecht & Kloth (Nördlingen), die Stadt Monheim, Manuela Mannes und Joachim Bürklein (Monheim-Kölburg). Anerkennungen erhielten Elisabeth und Ernst Braun (Donauwörth), Familie Schein (Munningen), Ruth Lutz (Rain), Irmgard und Herrmann Moser (Nördlingen) und die Gemeinde Wechingen.
In seiner Begrüßung wies Franz Oppel, der Bürgermeister Kaisheims, auch auf geschichtsträchtige Bauten der Marktgemeinde hin. Darunter auch auf die historischen Gemäuer des Veranstaltungsorts "Zum Hofwirt". Dieser wurde erst kürzlich nach umfassender Renovierung durch einen Förderverein eröffnet. Mit Klarinettenspiel rundete die Gruppe "Holzgeflüster" des Musikvereins Kaisheim die Veranstaltung ab.
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