Neuburger Straße in Monheim müsste bei Umsetzung voll gesperrt werden
Monheim In seiner jüngsten Sitzung hat der Monheimer Stadtrat die gestalterischen Pläne für die Sanierung der Neuburger Straße abgesegnet. Von den Fördermitteln hängt nun ab, bis wann die Maßnahme angegangen werden kann. Dann erwartet die Bevölkerung vorübergehend eine Großbaustelle.
Die Thematik war bekanntlich schon öfters Thema im Gremium. Stadtplaner Eberhard von Angerer präsentierte nun die erneut überarbeiteten und bereits ein realistisches Bild zeigenden Entwurfskizzen. Die zentralen Vorhaben, die bei der Sanierung umgesetzt werden sollen: eine schmälere Straßenführung sowie mehr Park- und Grünflächen. Der Architekt berichtete, dass aufgrund jüngster Untersuchungen ein kompletter Neubau der Straße mit frostsicherem Unterbau sinnvoll sei. Um diesen zügig umzusetzen, empfahl von Angerer eine Vollsperrung. Da es eine Staatsstraße ist, würden die meisten Kosten auf den Freistaat entfallen – die Stadt müsste für die Gehwegbereiche aufkommen. Inklusive Beleuchtung wären dies laut von Angerer rund 680000 Euro.
Bei der Straßenbeleuchtung plädierte der Stadtplaner dafür, keine LED-Lampen zu verwenden, was aber auf breite Ablehnung traf. Alfons Meier (MUM): „Es werden heute nur noch LED-Lampen verbaut.“ Zudem würden diese weniger Kosten verursachen. Für die Grünbepflanzung möchte Bürgermeister Anton Ferber Baumarten auswählen, mit denen man bereits Erfahrungen im Stadtgebiet hat. An der Stelle des neben der Raiffeisen-Volksbank abgebrochenen Hauses ist ein Fahrgastunterstand für Buspendler vorgesehen.
Ulrich Gerstner (CSU) als betroffener Anlieger und Gewerbetreibender erkundigte sich nach der Dauer einer möglichen Vollsperrung. Stadtbaumeister Joachim Aurnhammer machte klar, dass die Arbeiten dadurch schneller durchgeführt werden könnten. Allerdings sei mit zwei bis drei Monaten Komplettsperre zu rechnen. Gerstner („Das ist hart“) bat darum, in diesem Falle die Bauzeitenpläne streng einzuhalten, um Verzögerungen wie in diesem Jahr bei der Bahnhofstraße zu vermeiden.
„Weiterhin ein Problem“ hatte Josef Steinhart (PWG) mit der Straßenverengung im Abbiegebereich zur Donauwörther Straße. Vor allem Lkw würden dort Schwierigkeiten bekommen und verursachen, meinte er. „Es ist alles genau ausgetüftelt“, beruhigte von Angerer, „es wäre schade, wenn man den ganzen Raum dem Straßenverkehr überlässt.“ Bürgermeister Ferber meinte: „Das wird sich alles einspielen.“ Eine Verengung der Straße werde sicher zu einem langsameren Fahren beitragen. Er machte aber auch klar: „Es wird nicht möglich sein, alle Interessen zu bündeln.“
Gegen die Stimmen von Steinhart und Norbert Meyer (SPD) wurden die gestalterischen Pläne beschlossen. Einstimmig verabschiedete das Gremium den Vorschlag, auf Basis der vorgestellten Pläne den Antrag für die Städtebauförderung zu stellen.
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