Über 20 Fälle allein im Donau-Ries-Kreis
Monheim/Donauwörth Eine in weiten Teilen Süd-, West- und Norddeutschlands höchst aktive Einbrecherbande hat in den vergangenen Monaten in insgesamt fünf Nächten auch den Donau-Ries-Kreis sowie Bissingen im angrenzenden Landkreis Dillingen heimgesucht. Insgesamt 23 Fälle sind der Polizei in dieser Region bekannt. Nach äußerst umfangreichen Ermittlungen, in die insgesamt 44 Dienststellen in der Bundesrepublik eingebunden sind, glaubt die Kripo nun die Täter ausfindig gemacht zu haben.
Die Verbrechensserie hat eine gewaltige Dimension. Die Polizei – federführend agiert die Kripo Idar-Oberstein – legt der sechsköpfigen Bande, die aus Offenbach in Hessen stammt, über 360 Einbrüche zur Last. Gesamtschaden: schätzungsweise 1,2 Millionen Euro.
Allein etwa 100000 Euro davon entfallen auf die 24 Fälle, welche die Kripo Dillingen bearbeitet. In der Nacht auf 12. November 2011 kamen die Einbrecher nach Erkenntnissen der Polizei erstmals in den Donau-Ries-Kreis. In Deiningen drangen sie in vier Firmen ein. In der Nacht auf 25. November waren es zwei Unternehmen in Bissingen. Weiter ging es in der Nacht auf den 27. November in Monheim. Dort waren gleich sechs Betriebe betroffen, darunter ein Fitnessstudio und ein Friseursalon.
Firmen, Landjugend und Gemeindezentrum
Etwa vier Wochen später – in der Nacht auf den 22. Dezember – traf es drei Unternehmen und die Landjugend in Auhausen im nördlichen Ries. Hinzu kam eine Firma im benachbarten Mittelfranken in Westheim. In der Nacht auf 15. März drang die Bande in fünf Betriebe in Alerheim sowie in die Raiffeisen-Volksbank-Filiale und in das Gemeindezentrum in Fessenheim ein.
„Bei ihren Beutezügen waren die Einbrecher nicht sehr wählerisch“, stellt Markus Graf, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Nord, fest. Sie nahmen unter anderem Bargeld, Navi-Geräte, Kleidung, Kameras, Zigaretten und Handys mit. Anfang April klickten in Offenbach die Handschellen. Vier Männer – alle gebürtig aus Albanien und dem Kosovo – sowie zwei Frauen mit deutschem Pass wurden festgenommen. Aufgrund von DNA-Spuren, welche die Bande an den Tatorten hinterließ, konnten die Fahnder nach und nach die Zusammenhänge herstellen. (wwi)
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren