Unternehmen im Landkreis Donau-Ries handhaben die Raucherpause sehr unterschiedlich Von Barbara Feneberg



Wirtschaftsverbände fordern erneut, Raucherpausen während der Arbeitszeit abzuschaffen. Das koste den Arbeitgeber einfach zu viel Geld, so die Begründung. Grund genug für die DZ nachzufragen, in welcher Form der Zigarettenkonsum während der Arbeitszeit erlaubt ist.
Bei Fendt-Caravan in Mertingen ist der Griff zum Glimmstengel erlaubt. Allerdings müssen die Mitarbeiter dafür vor die Tür gehen. „Im Gebäude darf nicht geraucht werden“, sagt Marketingleiter Winfried Schweizer. Natürlich gibt es das Problem, dass Rauchen auf Kosten der Arbeitszeit auch bei dem Wohnwagenhersteller. Doch den Arbeitnehmern die Pause nicht mehr zuzugestehen, komme nicht in Frage. „Ich sehe diesen Vorschlag fast schon als Hetzkampagne, den Arbeitnehmer noch mehr fertig zu machen“, sagt er. Jeder mache mal eine Pause. „Ob der Mitarbeiter dann Kaffee trinkt oder eine Zigarette raucht, ist ihm überlassen.“
Bei Hama in Monheim hingegen ist die Zigarettenpause bereits abgeschafft. „Wer Rauchen will, muss ausstempeln“, sagt Hama-Pressesprecherin Susanne Uhlschmidt. Die Arbeitszeiten werden mit einer elektronischen Zeiterfassung genau registriert. Wer also viel qualmt, muss die Zeit eben länger am Arbeitsplatz bleiben. Außerdem muss die Pause innerhalb des Teams abgesprochen werden. Geraucht wird in ausgewiesenen Raucherzonen – drinnen wie draußen.
Überhaupt keine Diskussion hingegen ist das Thema Raucherpause bei Eurocopter in Donauwörth. „Wer während der Arbeitszeit raucht, der raucht eben“, sagt Melanie Wolf, Pressesprecherin des Hubschrauberherstellers. Und es gebe auch keine Überlegung das abzuschaffen. Einzige Bedingung im Unternehmen: Wer zum Glimmstengel greift, muss dafür in die Raucherkabine.
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