Donnerstag, 14. Dezember 2017

02. August 2016 00:31 Uhr

Abschluss

Schwebend-meditativer Klang

Die Leitheimer Schlosskonzerte endeten mit einem nahezu makellosen Auftritt von „Sonat-Vox“ Von Tobias Böcker

i

Chor und Solostimmen des Ensembles „Sonat-Vox“ boten im Kaisheimer Münster ein beeindruckendes und zu Herzen gehendes Klangerlebnis. Dieses Konzert setzte den Schlusspunkt unter die diesjährige Reihe der Leitheimer Schlosskonzerte.
Foto: Tobias Böcker

Mit dem A-Capella-Ensemble „Sonat-Vox“ fanden die diesjährigen Leitheimer Schlosskonzerte im Münster zu Kaisheim einen beeindruckenden Abschluss. Die 15 Sänger, allesamt langjährige Eleven des Windsbacher Knabenchors, beglückten mit geistlichem Gesang sehr nah an der Makellosigkeit.

Dabei setzte das Ensemble unter der Leitung von Justus Merkel neben Palaestrinas „Sicut cervus“ und Mozarts zauberhaftem „Ave verum“ ausschließlich auf tonale Werke des 20. Jahrhunderts. Die freilich greifen zumeist zurück auf die Alte Musik und ihre Tugenden der Homofonie beziehungsweise frühen Polyfonie, was den Stücken jenen schwebend meditativen Klang verleiht, der sich in der Akustik eines Kirchenschiffs auf so unnachahmliche Weise entfaltet.

ANZEIGE

Melodietrunken und herzensnah

Das romantische „Ave Maria“ des Oberpfälzers Franz Biebl von 1964 bildete den Auftakt, berührend in seiner melodietrunkenen, herzensnahen Sammlung. Der Chor wirkte überaus homogen und ausgewogen, die Solostimmen woben sich in den Gesamtklang ausgezeichnet ein. Wesentlich lebhafter erklang „Unicornis Captavitur“ aus der Feder des norwegischen Zeitgenossen Ola Gjeilo mit seinen Takt- und Rythmuswechseln. Zu Knut Nystedts „Immortal Bach“ verteilten sich die Sänger im Raum, was dem Werk mit seinen zeitweise fast zum Stillstand kommenden Harmonien besonderen klanglichen Reiz verlieh. Auch in weiteren Werken von Zoltán Kodály, Eric Withacre, Bob Chilcott und Edward Bairstow konnte der Chor die hohe klangliche Variabilität einer Besetzung mit Bass, Tenor und Altus gekonnnt ausspielen.

Weitestgehend perfekt

Das ganze Konzert über bis hin zu Christian Lauhausens wiederum romantischer Eichendorff-Vertonung „Komm Trost der Welt“ erfreute der Chor mit sauberer Artikulation und ausgezeichneter Textverständlichkeit, weitestgehend perfekten Einsätzen und einer stets reinen Intonation. Ein junges Ensemble mit allem Potenzial für eine große Zukunft.

Drei Interludien gab es von Stefan Hofmann an der historischen Steinmeyer-Orgel von 1888. In bemerkenswerter Eindringlichkeit erklang neben der Toccata in C von Johann Pachelbel und Präludium, Fuge und Gioconda von Dietrich Buxtehude eine Choralimprovisation von Sigfrid Karg-Elert aus dem Jahre 1909: „Nun danket alle Gott“.

i

Ihr Wetter in Donauwörth
14.12.1714.12.1715.12.1716.12.17
Wetter Unwetter
                                                Wetter
                                                Regenschauer
	                                            Wetter
	                                            wolkig
                                                Wetter
                                                Schneeschauer
Unwetter1 C | 7 C
-2 C | 6 C
-1 C | 3 C
Das Wetter aus Ihrer Region
Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung
Fussball-Tippspiel Donauwörth


Alle Infos zum Messenger-Dienst
Bauen + Wohnen

Unternehmen aus der Region

Partnersuche