Donauwörth (wwi) - Bisher haben sich 15 Menschen aus dem Landkreis Donau-Ries die Schweinegrippe eingefangen - das ist laut Dr. Rainer Mainka, Leiter des Bereichs Gesundheitswesen am Landratsamt, zumindest die Zahl der bisher bestätigten Fälle. Tendenz steigend. "Es kommen jede Woche ein paar neue Patienten dazu", berichtet Mainka auf Anfrage unserer Zeitung.
Während über die nahende Massenimpfung im Herbst diskutiert wird, seien es vor allem aus Spanien - speziell Mallorca - zurückkehrende Touristen, die mit dem H1N1-Virus infiziert sind, so der Mediziner. Die Betroffenen seien mit typischen Grippesymptomen (Fieber, Husten, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen) zum Arzt gegangen.
Vorwiegend junge Leute
Glücklicherweise steckte nur in einem der bekannten Fälle ein auf der Monheimer Alb wohnhafter Erkrankter, der noch drei Tage lang die Schule besuchte und im Betrieb arbeitete, zwei Personen aus seinem Umfeld an. Zu einer Masseninfektion sei es noch nicht gekommen. Das Gesundheitsamt wies die Patienten jeweils an, für einige Tage das Haus nicht zu verlassen.
Bei allen 15 Schweinegrippe-Infizierten verlief die Krankheit "leicht bis milde", wie Mainka mitteilt. Soll heißen: "Keiner musste ins Krankenhaus." Die Fälle verteilten sich über den ganzen Landkreis. Es handle sich vorwiegend um junge Leute.
Wahrscheinlich gab beziehungsweise gibt es in der Region noch mehr H1N1-Infizierte als offiziell bekannt. Jedenfalls hätten die Verdachtsmeldungen der Ärzte zwischendurch deutlich nachgelassen, als unklar war, ob die Krankenkassen auch tatsächlich die Kosten für den Bestätigungstest übernehmen, merkt Mainka an. Durch Untersuchungen wisse man mittlerweile, dass das Medikament Tamiflu nur wirksam sei, wenn es spätestens 48 Stunden nach dem Beginn der Symptome genommen wird.
Allein in der vorigen Woche gab es nach Auskunft von Rainer Mainka drei neue Schweinegrippe-Meldungen im Landkreis. Wie sich die Angelegenheit weiter entwickelt, sei schwer vorherzusagen, so Mainka: "Man muss abwarten, bis in den Sommerferien die erste Rückreisewelle kommt." Wobei der Mediziner betont, dass nicht nur im Urlaub Vorsicht geboten ist: "Man kann sich inzwischen auch in Deutschland anstecken."
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