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05. August 2009 20:00 Uhr

Staat kann Eltern nicht ersetzen

Buchdorf (syan) - "Wir sind eine Volkspartei - für alle Menschen in Bayern!" beteuerte Christine Haderthauer (CSU), die Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, beim politischen Abend zum Abschluss des 31. Buchdorfer G'rümpelturniers.

Staat kann Eltern nicht ersetzen
Foto: ALFA

Nachdem sich Haderthauer im Kindergarten St. Ulrich in das Goldene Buch der Gemeinde eingetragen hatte und von Bürgermeister Georg Vellinger (CSU) über die Entwicklung Buchdorfs informiert worden war, ging es ins Festzelt. Das Hauptaugenmerk galt dabei den Themen Sozialordnung, Kinder und Familie.

So kritisierte die Staatsministerin die Ungerechtigkeit, wenn ein Arbeitnehmer weniger Geld auf dem Konto habe als Menschen, die vom Staat finanzielle Unterstützung erhielten. "Es kann nicht sein, dass sich Leistung nicht mehr lohnt in diesem Land, " wetterte sie. Das gegenseitige Gerechtigkeitsgefühl dürfe nicht durch politische Entscheidungen aus den Fugen geraten. In Zeiten der Wirtschaftskrise halte sie auch jede Steuererhöhung für "Gift".

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Die besten Fachleute

Ein wichtiges Anliegen war für Haderthauer auch die Kinderbetreuung und -erziehung. Flexible Arbeitszeiten seien zwar familien-freundlich, aber sei es auch kinder-freundlich, wenn Eltern durch eine erhöhte Gesamtarbeitszeit weniger Zeit hätten? Angebote wie Betreu-ungsgeld und Landeserziehungs-geld seien wichtige Maßnahmen, doch es dürfe nicht vergessen wer-den, dass "Eltern die besten Fach-leute für ihre Kinder" seien. Denn "der Staat kann niemals ersetzen, was Vater und Mutter geben kön-nen." Entschieden sprach sich die Staatsministerin gegen die Partner-adoption für homosexuelle Paare aus, da eine solche Adoption letzt-endlich dazu da sei, um eine "El-ternformation" wiederherzustellen.

Dringend müsse außerdem an der Schul- und Bildungspolitik gearbei-tet werden. So befürwortet die CSU-Politikerin das mehrgliedrige Schulsystem, in dem die Noten und nicht der Wille der Eltern für den Übertritt in eine andere Schulart entscheidend sind. Eine Förderung der Kinder nach Begabung und Talenten müsse Vorrang haben. Nach-holbedarf sieht die Staatsministerin bei der Vermittlung von "Lebens-praxis" an den Schulen.

Nicht vergessen werden dürfe die Integration von Migranten, gerade weil es in der Vergangenheit etliche Versäumnisse gegeben habe. Das Erlernen der deutschen Sprache sei eine wichtige Grundlage dafür, dass Kinder mit Migrationshintergrund bessere Zukunftschancen hätten und auch für den Staat Entlastung brächten, so Haderthauer, "ansonsten gehen uns zu viele Kinder und Jugendliche verloren und das wird dann richtig teuer."

Zum Abschluss betonte die Staatsministerin, wie wichtig politisches Engagement in einer Demokratie sei, und rief dazu auf, bei den Bundestagswahlen im September den Gang zur Urne anzutreten.

Lob für Martin Grebel

Georg Schmid, CSU-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, lobte anschließend Martin Grebel, den 1. Vorsitzenden des FSV Buchdorf, für die gute Organisation des 31. G'rümpelturniers und bedankte sich bei Haderthauer für ihre Ausführungen. Durch den politischen Abend habe sie einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung der Bürger geleistet.

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