Was die Fraktionen zum Tapfheimer Haushalt für 2012 sagen

Tapfheim Die Fraktionen im Tapfheimer Gemeinderat haben den Haushalt für 2012 einstimmig genehmigt.
Auf die gesellschaftlichen Veränderungen und ihre Auswirkungen auf Tapfheim wies Michael Langlotz (PWG) hin. Die Gemeinde biete eine Kinderkrippe und erweitere diese. Für die Kinder in der Krippe, im Kindergarten und in der Schule gebe es eine Betreuung. Dies steigere die Attraktivität der Kommune, habe aber auch „unaufhaltsam steigende Personalausgaben“ zur Folge. Der Vermögenshaushalt sei heuer fast doppelt so umfangreich (4,6 Millionen Euro) wie 2011: „Hier findet sich die Masse unserer Beschlüsse wieder.“ Dass es trotz der Investitionen keiner Kreditaufnahme bedürfe, „darauf dürfen wir stolz sein“, so Langlotz. Der würdigte – wie auch andere Redner – die „herausragende Arbeit“ von Kämmerer Franz Maiershofer.
Martina Burkart (SPD) zeigte sich erleichtert, dass die Brücke über die Bahnstrecke nun gebaut werden kann. Leider hätten die „Verzögerungstaktiken einiger weniger Personen“ die Baukosten für die Brücke in die Höhe getrieben. Erfreulich sei, dass sich im Gewerbegebiet zwischen Erlingshofen und Brachstadt „nach vielen Jahren endlich einige Betriebe ansiedeln“. Es sei zu hoffen, dass sich weitere Firmen dort niederlassen und die Gemeindekasse mit kräftigen Gewerbesteuer-Einnahmen entlastet werde, so Martina Burkart.
Josef Hiltner (UBG) sagte, seine Fraktion begrüße die Investitionen der Gemeinde in die Zukunft. „Wir müssen für unsere jungen Familien Rahmenbedingungen schaffen, die ihnen eine Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung ermöglichen“, erklärte Hiltner. Die geplante Verbesserung des Breitbandanschlusses für Erlingshofen, Brachstadt und Oppertshofen begrüßte der UBG-Sprecher. Die Verwaltung sollte auch für eine schnellere Internetversorgung in Donaumünster die nötigen Schritte einleiten. Der Haushalt der Gemeinde sei geprägt von einem „moderaten Sparkurs mit den notwendigen Investitionen“.
Die Gemeinde Tapfheim stehe vor vielfältigen Herausforderungen, stellte Anja Steinberger (CSU) fest. Als Beispiel nannte sie die B-16-Ortsumfahrung. Der Fraktion sei es auch ein Anliegen, neuen Wohnraum zu schaffen – sowohl durch Ortskernverdichtungen als auch durch neue Baugebiete. Hier sei bevorzugt der Ortsteil Erlingshofen „nicht aus den Augen zu verlieren“. Gebäude, die das Ortsbild prägen – beispielsweise das Schloss Donaumünster und der Bahnhof Tapfheim – sollten unter Führung der Gemeinde erhalten und einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden.
Bei den finanziellen Möglichkeiten der Kommune werde in den kommenden Jahren der Spielraum kleiner, prognostizierte Anja Steinberger. Die weitere Ansiedlung von Betrieben zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Erhöhung der Gewerbesteuer-Einnahmen sei ein nachhaltiges Ziel – „jedoch nicht um jeden Preis“. (wwi)
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