Forstamtmann Willi Weber stellt neuen Waldbericht für Monheim vor
Monheim Wie ist die derzeitige Lage im Stadtwald Monheim? Darüber referierte in der vergangenen Stadtratssitzung der zuständige staatliche Revierleiter, Forstamtmann Willi Weber. Im laufenden Jahr wird aufgrund der Sturmschäden ein kräftiger Überschuss erwartet.
Weber wies zunächst darauf hin, dass 2012 ein neuer Forstwirtschaftsplan erstellt werden muss. Der Bisherige läuft heuer nach 20 Jahren aus. Zu Beginn des noch aktuellen Plans 1991 betrug die Forstbetriebsfläche im Stadtwald 699,7 Hektar. Diese Zahl sei inzwischen leicht zurückgegangen. Die Fichte ist mit einem Flächenanteil von 47 Prozent die mit Abstand am häufigsten vertretene Baumart. Im Monheimer Stadtwald sind derzeit drei Waldarbeiter tätig. Diese Zahl hat seinen Grund, erläuterte Weber. Eine Einzelperson dürfe aus Sicherheitsgründen nie alleine im Wald arbeiten. Dazu kommen Zeiten der Urlaubs- und Krankheitsvertretung. Außerdem könne man zu dritt bei einem möglichen Unfall besser reagieren.
Das herausragende Ereignis war in diesem Jahr der Gewittersturm am 22. Juni. Weber präsentierte eine Skizze der Unwetterfront, die zeigte, dass der Stadtwald frontal erwischt wurde. Mehrere Wochen dauerten im Anschluss die Arbeiten wie Freischneiden der Wege und das Abschätzen der Schadholzmenge. „Der anzunehmende Schaden liegt bei etwa 8000 Festmetern“, verkündete Weber. Davon seien bereits rund 5000 aufgearbeitet und abgerechnet. Nach den Einschätzungen des Revierleiters vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Nördlingen ist eine Wiederaufforstung im Umfang von zehn bis zwölf Hektar nötig. Im Verwaltungshaushalt wird aufgrund des Überangebots an Holz infolge der Unwetterfront ein Überschuss von etwa 190000 Euro erwartet.
Keine großen Erträge
Dies sei zwar erfreulich, doch gleichzeitig machte Weber klar, „diese Zahl gerne unter anderen Umständen erreicht“ zu haben. Bürgermeister Anton Ferber meinte, der Kommune sei immer bewusst gewesen, mit dem Forst keine großen Erträge erwirtschaften zu können. „Aber wir wollen ihn als Naherholungsraum erhalten und nachhaltig bewirtschaften.“ Forstamtmann Weber erwartet für die langfristige Zukunft aufgrund des steigenden Interesses an Holz finanziell dauerhaft gute Bilanzen. (unf)
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