Donauwörth Eigentlich ist er einer der drei klassischen Sommermonate: der August. Insgesamt betrachtet zeigte sich der Monat in der ersten Hälfte sehr unbeständig, niederschlagsreich und sonnenarm. Erst die zweite Hälfte konnte an wenigen Tagen mit einem Temperaturplus erfreuen, bilanziert Wetterbeobachter Werner Neudeck (Donauwörth-Riedlingen). In Zahlen ausgedrückt liest sich das so: Mit einer Durchschnittstemperatur von 17,0C lag der August deutlich unter dem Schnitt (normal 18,8C)." Es gab 22 warme Tage (normal 26), sieben Sommertage (normal 14) sowie drei heiße Tage (genau im Schnitt). Und weiter: "Das Tagesmaximum von 31,3 C wurde am 22. um 16.30 Uhr erreicht, die Minimaltemperatur betrug 8,3 C am 30. um 4.10 Uhr."


Der August startete zwar hochsommerlich warm und mit viel Sonnenschein, doch ein Gewitter in der Nacht des 2. sorgte bei niedrigem Luftdruck für Regen und eine recht unbeständige Witterung in den Folgetagen. Dauerregen am 6. ließ die Hochwassergefahr steigen. Erst ab dem 7. setzte eine leichte Wetterbesserung ein und die Temperatur stieg zumindest mal wieder auf nahezu 23C mit weiterer Tendenz nach oben. Doch so richtig sommerlich und beständig wollte es im weiteren Verlauf einfach nicht werden.
Neudeck: "Der Temperaturschnitt lag mit 16,7C bis Monatsmitte deutlich unter dem Normalwert. Wenn man bedenkt, dass ein durchschnittlicher August 14 Sommertage aufweist und ein Super-August wie 2003 ganze 28 Sommertage zustande brachte, sieht man, wie dürftig es dieses Jahr ausfiel. Da fällt als Parallele nur August 2006 mit lediglich zwei Sommertagen."
Zu diesen nicht so erfreulichen Temperaturen passt der Sonnenmangel. "Längerer Sonnenschein war in der ersten Monatshälfte die Ausnahme." Den Monatsersten ausgenommen lag die Sonnenscheindauer bis zum 19. durchgehend unter zehn Stunden und bis Monatsmitte wurden erst 30 Prozent des Monatssolls erreicht. Lediglich das letzte Drittel hob die Bilanz leicht an. Neudeck: "Im Gesamtmonat wurde zumindest an sechs Tagen eine Sonnenscheindauer von zehn Stunden erreicht, an zehn Tagen allerdings nur zwei Stunden oder weniger." Somit lag die Sonnenstundenzahl letztlich bei nur 147 Stunden (normal 213) und stellte damit einen Negativrekord auf, ähnlich dem August 2006 mit 136 Stunden.
Ziemlich nasser Monat
Interessant am Rande sei, dass sich im Gegensatz zur sehr trockenen ersten Julihälfte der August mehr als nass zeigte. Bis zum 6. waren bereits 84 Prozent des üblichen Monatsniederschlags gefallen. "Glücklicherweise waren wir von Niederschlagswerten wie in Bertsdorf-Hörnitz (Sachsen), wo in 48 Stunden 159,8 l/m² fielen, weit entfernt." Dennoch wurde nach einem erneuten Schauer bereits am 12. das Monatssoll überschritten. Schlecht für die Landwirte, denn einerseits waren die Böden stark durchnässt und andererseits ließen die zwischendurch höheren Temperaturen das Getreide teilweise bereits keimen.
Nur eine Eintagsfliege
Erst am 19. August zeichnete sich eine Besserung ab und ab dem 20. kam nach acht Tagen Pause endlich der Hochsommer zurück - allerdings nur für drei Tage. Dann sorgten Regenschauer am 23. und 24. für die schon gewohnte Unbeständigkeit. Wetterbeobachter Neudeck: "Überraschend konnten wir am 26. nochmals einen heißen Tag genießen, womit das Monatssoll dann erreicht war." Dieser heiße Tag war allerdings eine Eintagsfliege. Die unbeständige, regnerische Witterung setzte sich bei sinkenden Temperaturen am 28. fort. So richtig kalt ging der Monat mit einem Tagesschnitt von nur 10,1C am 30. und 11,9C am 31. zu Ende ... (neu)
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