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21. Oktober 2008 20:40 Uhr

Visionen formulieren

Kanzler Gerhard Schröder nannte sie einst "Agenda ZwanzigZehn", Bürgermeister Dr. Alfred Böswald gab ihnen den Titel "Donauwörth 2000".

Bei ihrer Herbstklausur sei es erstmals nicht darum gegangen, Themen für das nächste halbe Jahr festzulegen. Nico Ach: "Sondern wir wollen die Politik nachhaltig verändern. Das heißt, wir wollen Visionen erarbeiten, wie Donauwörth sich in 20 Jahren präsentieren soll". Dies soll zusammen mit Mitbürgern geschehen. Der Fraktionsvorsitzende weiter: "Es ist natürlich noch kein großer Plan da, wohin die Reise gehen soll. Aber es erscheint uns wichtig, Ziele zu definieren, wie wir handeln wollen." Als Beispiele nannte er den Hochwasser- und Umweltschutz, wo "gehandelt und nicht bloß geredet wurde". Absolut wichtig sei für die Fraktion indes die Nachhaltigkeit von Klima- und Umweltschutz.

Man hoffe, dass möglichst viele mitmachen und sich einbinden. Es sollte auch nicht an parteipolitischer Kleinkariertheit scheitern, "denn politische Gruppierungen können ja dann für sich unterschiedliche Schwerpunkte herausarbeiten."

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Für Thomas Krepkowski (JA) hat sich Donauwörth in den vergangenen Jahren zunehmend in Richtung einer Schul- und Ausbildungsstadt entwickelt: "Diesen Standortvorteil gilt es, in der Zukunft verstärkt darzustellen und zu nutzen." Im anstehenden Fachkräftemangel werde dieser Vorteil nämlich beim stärker werdenden Wettbewerb um die gut ausgebildeten Menschen wichtiger werden. "Ein Wohnortwechsel wird eher dorthin erfolgen, wo die Ausbildung der Kinder gesichert ist."

Der geplante Bau eines Gebäudes für die Volkshochschule ist für Krepkowski ein Beispiel, wie eine Stadt für den Faktor Bildung weiter gute Rahmenbedingungen schaffen kann: "Wenn sich im Spindeltal dann drei ¿Bildungseinrichtungen¿ mit Haus des Kindes, Grundschule und VHS befinden, so wird es Aufgabe der Stadt sein, den städtebaulichen Rahmen für die Platzgestaltung entsprechend offen und bildungsfreundlich zu gestalten."

Weitere Maßnahmen zur Stärkung der städtischen Schulen seien möglich, sagt Thomas Krepkowski. "Mit einem Projekt zur Energieeinsparung zum Beispiel, bei dem die Hälfte der Kostenreduzierung dem Etat der Einrichtung zugutekommt." So würden Kräfte in den Schulen aktiviert und zur Weiterentwicklung genutzt.

Bei der Herbstklausur der Fraktion sei auch Bilanz gezogen worden, schilderte Marianne Ach: "Erfolge haben wir mit der Jugendleiterförderung erzielt, ebenso, dass Solaranlagen auf städtischen Dächern möglich sind." Geschafft habe man ferner, dass in Bebauungsplänen der obligatorische Einbau von Zisternen vorgesehen wird. Und ihr Antrag sei es gewesen, Informationen vor Baumaßnahmen für die Betroffenen zu geben.

Prozess verläuft schleppend

Die Bewerbung für den European Energie Award sei eine gute Initiative der Stadt gewesen. "Wir haben aber den Eindruck, dass der Prozess schleppend vorangeht", merkte die Umweltreferentin an. Ihre Fraktion könne sich vorstellen, dass im Spindeltal eine Heizkostenzentrale mit Blockheizkraft aus erneuerbaren Energien samt Anschluss der umliegenden, öffentlichen Gebäude entsteht. Wolle Donauwörth als Tourismusstadt attraktiv bleiben, sollte der Geh- und Radwegebau einen eigenen Haushaltstitel - ähnlich wie beim Feldwegeausbau - erhalten und natürlich ein Konzept zur Umsetzung. Und forciert werden sollte laut Frau Ach die Planung des "barrierefreien Bahnhofausbaus".

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