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11. März 2010 19:10 Uhr

Von einer Kreditklemme keine Spur

Donauwörth Anlegen, finanzieren, versichern - unter diese drei Schlagworte stellte auch heuer Direktor Wolfgang Hetz seine Zahlen bei der Bilanzpräsentation der Sparkasse. Und dabei rage das Kreditgeschäft deutlich heraus, was wiederum bedeute: "Von der viel zitierten 'Kreditklemme' kann bei der Sparkasse Donauwörth absolut keine Rede sein."

Kundengeschäftsvolumen

Die Bilanzsumme verringerte sich zwar um 17,1 Millionen Euro (- 2,1 Prozent) auf nunmehr 799 Millionen Euro. Das gesamte Kunden-Geschäftsvolumen - also bilanzwirksame Einlagen, Wertpapierbestände, Guthaben, Kreditgeschäft einschließlich Bauspar- und Förderkredite - stieg um 29,7 Millionen Euro (+ 2,1 Prozent) auf insgesamt fast 1,42 Milliarden Euro. Hetz: "Damit war es für uns erneut ein Wachstumsjahr - und dies vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich schwierigen Situation."

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2009 sei geprägt gewesen durch "ein historisch niedriges Zinsniveau und die Erwartung der Anleger auf wieder steigende Zinssätze". Letzteres sei indes nicht eingetreten "und wird wohl auf absehbare Zeit nicht passieren". Obwohl man den "Konditionenwettkampf" nur bedingt mitgemacht habe, "gelang es trotzdem, bei Unternehmen und Privatpersonen fünf Millionen Einlagenzuwächse zu generieren". Diese positive Entwicklung führte Hetz mit auf "unsere Beratungsphilosophie mit ihrem sehr kundenorientierten und verantwortungsvollen Beratungsansatz" zurück.

Deutlich erholt hätten sich im vergangenen Jahr die Aktienmärkte. Gleichwohl wagten nur wenige Kunden Neu-Engagements, sondern hätten lieber den sicheren Anlageweg in festverzinsliche Werte oder Immobilien gewählt. Insgesamt kletterten die Bestände in den Kunden-Wertpapierdepots um 11,7 Prozent auf 157 Millionen Euro. Die Gesamtsumme der bilanziellen Kundeneinlagen einschließlich der Kundenwertpapiere beträgt 809,3 Millionen (- 4,1 Mio.).

Plus von 6,7 Prozent

Nicht an das Vorjahr anknüpfen konnte man beim Bauspargeschäft. Mit einem Abschlussgeschäft von 28 Millionen nehme man im Sparkassenvergleich "einen guten Mittelplatz" ein. Einen Spitzenwert schaffte man dagegen bei der Immobilienvermittlung mit 6,5 Millionen Euro. Super-Wachstumszahlen hatte Hetz für das Kreditgeschäft vorzulegen. Das Volumen erhöhte sich um 29,2 Millionen (= 6,7 Prozent) auf 466,9 Millionen Euro (bayerischer Sparkassen-Durchschnitt + 2,3 Prozent). Bei den Neukreditzusagen gab es einen Zuwachs von rund 24 Prozent auf 154 Millionen.

Das Bestandsplus von 25,9 Millionen (= 14 Prozent) bei den Ausleihungen an mittelständische Unternehmen, Handwerksbetriebe und Selbstständige belege, dass die Sparkasse ein "geborener Partner der heimischen Wirtschaft sei".

Auch bei den Krediten an Privatpersonen gab es ein Plus: sieben Millionen oder 2,9 Prozent. Und Lebens- und Rentenversicherungen habe man mit einer Beitragssumme von rund acht Millionen Euro vermitteln können. (sol)

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