Eine 89-Jährige war eine halbe Stunde ohne Arzt. Von Wolfgang Widemann

Von Wolfgang Widemann
Donauwörth Als Siegfried Bader mit seiner kranken Mutter am vorigen Samstag vom Wolferstädter Ortsteil Steinbühl in die Donau-Ries-Klinik nach Donauwörth fuhr, erhoffte er sich rasche Hilfe. Der fast 90-Jährigen sei es recht schlecht gegangen. Sie habe über starke Herzschmerzen geklagt. Gegen 12.50 Uhr kamen Bader und seine Mutter in der Notaufnahme an. Dort habe ein kurzes Gespräch mit einer Schwester stattgefunden, der er auch den Überweisungsschein des Hausarztes gegeben habe.
Weiter sei nichts geschehen, schildert Siegfried Bader. Im Wartebereich sei er dann auf die Frage, wann die Patientin denn endlich behandelt werde, mehrmals vertröstet worden. Nach einer halben Stunde habe er angesichts des Zustands seiner Mutter die Geduld verloren, so Bader: „Da hätte sich doch jemand um sie kümmern müssen, aber es ist nichts passiert.“ Er verließ mit der Rentnerin die Klinik und brachte sie ins Stiftungskrankenhaus nach Nördlingen: „Dort kümmerte sich gleich ein Arzt um sie.“ Die Frau wurde stationär aufgenommen.
„Es darf doch nicht sein, dass man jemanden in einer solchen Situation so lange warten lässt“, meint Bader. Er wandte sich in dieser Woche sowohl an die Donauwörther Klinik als auch an unsere Zeitung.
Was die Klinik dazu sagt, lesen Sie in der Donauwörther Zeitung.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren