Donauwörth Wie heißt der neue hessische Ministerpräsident? Welche Filme laufen diese Woche im Kino an? Und wer war gleich noch mal der italienische Neuzugang des VfB Stuttgart? All diese Fragen beschäftigen Paula Print, denn die Zeitungsente will stets auf dem Laufenden sein. Deshalb liest sie täglich die Donauwörther Zeitung und hört gerne Radio. Doch als sie eines Tages wieder in der Badewanne sitzt und das Radio auf vollen Touren läuft, wird Paula stutzig: "Wie kommen die Neuigkeiten eigentlich in den Hörfunk und wie sieht der Alltag in einem Radiosender aus?", fragt sie sich. Um ihren Wissensdurst zu stillen, besucht die Zeitungsente Hitradio RT1 Nordschwaben in Donauwörth.



In der Früh wollen die Menschen über den Tag informiert werden
Dort begrüßt Christof Öhm die Zeitungsente. Zusammen mit Alexandra Berger moderiert er die Morningshow. Dem Nördlinger zufolge ist sie das Flaggschiff des Lokalradios. Sofort hakt Paula ein und erkundigt sich, woran dies liege. Schließlich läuft diese Sendung früh am Tag und da, so glaubt zumindest die Zeitungsente, sind doch die meisten Menschen noch müde. Lachend erwidert Öhm, dass dies wohl auf viele Zeitgenossen zutreffe, aber in seinen Augen hat Paula einen wichtigen Aspekt übersehen: "Am Morgen hören viele Radio, weil sie wissen wollen, was in der vergangenen Nacht passiert ist und was der neue Tag mit sich bringt. Heute ist zum Beispiel der 65. Geburtstag von Pippi Langstrumpf."
Der Moderator kann seinen Satz gerade noch beenden, da sprudelt schon die nächste Frage aus Paula heraus: "Wie sieht denn dein Arbeitstag aus?" Um fünf Uhr müsse er bereits im Studio sein, so Öhm, denn dann beginnt die Morningshow. Viel Zeit zum Vorbereiten habe er in der Früh nicht. Deshalb muss Öhm zusammen mit seiner Kollegin am Vortag die Sendung planen: "Obwohl die Morningshow um zehn Uhr zu Ende ist, kann ich dann noch nicht nach Hause", berichtet der Nördlinger, "in der Regel sind Alexandra Berger und ich noch bis 14 Uhr in der Redaktion, um für den nächsten Tag alles vorzubereiten. "Nach der Sendung ist also vor der Sendung", stellt Paula Print fest, "ich hätte nie gedacht, dass so viel Arbeit in einem Radioprogramm steckt."
Öhm und Berger macht ihr Job viel Spaß, vor allem wenn es so gut läuft wie momentan. "Laut der aktuellen Funkanalyse Bayern haben wir in Nordschwaben mehr Hörer als Bayern3 und sind damit der erfolgreichste Sender der Region", erzählt der Moderator sichtlich zufrieden. Der Trumpf von Hitradio RT1 Nordschwaben im Wettbewerb mit den großen Sendern ist dabei der lokale Bezug, da die Menschen wissen wollen, was in der Nachbarschaft geschieht, so Öhm.
In der Konferenz werden Themenideen gesammelt
Für die Nachrichten aus nah und fern ist die Redaktion zuständig, die zurzeit von der Praktikantin Marleen Deffner verstärkt wird. Die junge Nördlingerin erklärt Paula, wie die Meldungen entstehen: "In der Konferenz sammeln wir Ideen und bereiten dann die Beiträge vor." Sobald ein Mitarbeiter ein Thema bekommt, beginnt er zu recherchieren, ein Interview zu führen oder eine Umfrage zu machen, so Deffner. "Und wie lange darf ein Beitrag maximal sein?", erkundigt sich die Zeitungsente. Höchstens 140 Sekunden sollte er laut Deffner dauern.
Puh, muss man da aber aufpassen, wenn man einen Beitrag verfasst, denkt sich Paula und ist erleichtert, dass sie morgen wieder in Ruhe beim Frühstück denn Lokalsender hören kann und nicht schon um fünf Uhr arbeiten muss, wie Morningman Öhm und sein Team. (reid)
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