Donnerstag, 27. April 2017

19. April 2017 07:05 Uhr

Fußball

Ein Rückzug, der viel bewegt

Der TSV Wemding meldet seine zweite Mannschaft vom Spielbetrieb ab. Was die Gründe dafür sind und warum nun einige Teams davon profitieren und andere nicht. Von Helmut Bissinger und Thomas Unflath

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Wemding „Am Ende machte es keinen Sinn mehr.“ Manfred Spenninger, Spartenleiter des TSV Wemding, hat abgewogen, getüftelt und alles versucht. Doch schließlich blieb ihm aus seiner Sicht nichts anderes übrig, als die zweite Mannschaft des TSV in der A-Klasse Nord abzumelden.

In den vergangenen Wochen habe es zwar einen leichten Aufwärtstrend gegeben, der Klassenerhalt wäre also auf sportlichem Weg durchaus drin gewesen. Doch immer öfter musste die zweite Mannschaft aufgrund verletzungsbedingter Ausfälle mit A-Jugendlichen verstärkt werden, was aber durch terminliche Überschneidungen zunehmend schwieriger wurde. „Schweren Herzens blieb uns keine andere Wahl“, sagt dazu Spenninger, der in seinen rekordverdächtigen 48 Jahren als Spartenleiter viele Höhen und Tiefen erlebt hat. Die momentane Situation gehört sicherlich zu den schwierigeren Phasen seiner Amtszeit. Neben dem Rückzug der Reserve erlebt auch die erste Mannschaft in der Bezirksliga eine Saison zum Vergessen, der Abstieg in die Kreisliga ist praktisch nicht mehr zu verhindern.

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Bekanntlich war der TSV dort selbst Opfer einer Abmeldung. Durch den Rückzug von Stadtwerke SV Augsburg gingen plötzlich sechs Zähler verloren. Wie es ab dem Sommer mit dem zweiten Team aussieht, ist noch offen. Die Tendenz geht laut Spenninger aber dahin, die Truppe als reine Reserve spielen zu lassen und nicht im Punktspielbetrieb der B-Klasse Nord. Dann wird Alen Cama nicht mehr mit dabei sein. Der bisherige Sportliche Leiter des TSV, der zu den Stammkräften der zweiten Mannschaft gehörte, verlässt den Verein nach der Saison und sucht eine neue Herausforderung. „Wir stehen vor einem richtigen Neuaufbau“, sagt Spenninger. Immerhin hat ein Großteil der ersten Mannschaft ihren Verbleib angekündigt, und auch mit Trainer Rudolf Lehmann wurde um ein Jahr verlängert.

Der Rückzug der Wemdinger aus dem Spielbetrieb der A-Klasse Nord betrifft aber nicht nur den Verein selbst, er hat auch Auswirkungen auf alle anderen Mannschaften der Liga. Manchen Teams bringt er kurz vor dem Saisonende Vorteile, andere sind, wie man hinter vorgehaltener Hand hört, „nicht gerade glücklich“ darüber. Die gegen Wemding erreichten Punkte werden den betroffenen Teams nun abgezogen. Zu den Mannschaften, die profitieren, gehört sicher der FSV Buchdorf. Die Buchdorfer hatten zweimal gegen die Bezirksliga-Reserve verloren. Die tatsächliche Punktzahl des FSV bleibt demnach weiter bei 26 Punkten. Allerdings verlieren ja die Konkurrenten Buchdorfs, die Wemding geschlagen hatten, Punkte.

Neben zwei Siegen eben gegen den FSV hatten die Wemdinger auch gegen den BC Huisheim, den FC Nordries, Athletik Nördlingen und den FC Marxheim/Gansheim gewonnen.

Eine neue Situation hat sich auch an der Tabellenspitze ergeben. „Uns fehlen jetzt plötzlich sechs Punkte“, sagt Stefan Fischer. Der Spielertrainer des VfB Oberndorf liebäugelt fünf Runden vor dem Saisonfinale immer noch mit dem Aufstieg. Der VfB, nun auf Platz drei zurückgefallen, hatte zweimal gegen den TSV Wemding II gewonnen. Tabellenführer Mönchsdeggingen und der TSV Wolferstadt als schärfster Oberndorfer Konkurrent müssen jetzt einmal zuschauen, da alle Teams, die noch gegen Wemding II hätten spielen müssen, einmal spielfrei sind. Die Oberndorfer können dagegen punkten und somit aufschließen.

„Viel Theorie“, sagt Fischer, „aber spannender könnte es kaum sein.“ Nach der empfindlichen Niederlage vor Wochenfrist gegen Minderoffingen ist Fischer nun nach zwei Erfolgen über Ostern wieder zuversichtlich. Die Mannschaft habe sich stabilisiert. Er rechnet mit einem Dreikampf an der Tabellenspitze, der sich erst am letzten Spieltag entscheiden werde. Jetzt, so Fischer, „ist es wichtig, den Fokus nur auf unser eigenes Handeln zu richten“. Voller Tatendrang werde sein Team die Herausforderungen annehmen, auch wenn die kommenden Aufgaben mit einem Heimspiel gegen Huisheim und dann in Megesheim schwer seien. Er setzt auf eine konstante Leistung im Schlussspurt. „Natürlich gehört auch eine Portion Glück dazu.“

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