Stell dir vor, es findet ein Lehrgang für Schiedsrichteranwärter statt und niemand geht hin. So hat sich das Führungsteam der Schiedsrichtergruppe Nordschwaben den Auftakt zum neuen Lehrgang nicht vorgestellt, aber es kam genauso. Im Sportheim des SV Donaumünster-Erlingshofen wartete Obmann Wolfgang Fontaine (Mertingen) zusammen mit Lehrwart Markus Heumader (Wallerstein) und Lehrteammitglied Harald Förg (Thierhaupten) sowie Kassier Hans Breuer (Donauwörth) vergebens auf Lehrgangsteilnehmer. Lediglich zwei Interessierte hatten sich eingefunden. "Der Lehrgang ist zu Ende, bevor er begonnen hat", so Lehrwart Heumader. Enttäuschung machte sich unter ihnen breit.
"Es ist richtig, dass die Schiedsrichterorgane Dienstleister für die Vereine sind. Dienstleistungen jedoch können nur erbracht werden, wenn entsprechendes Personal zur Verfügung steht. Steht kein oder zu wenig Personal, in unserem Fall Schiedsrichter, zur Verfügung, kann es Dienstleistungen nur in eingeschränktem Maße geben. So traurig dies sein mag, aber das Führungsteam der Gruppe Nordschwaben muss wohl davon ausgehen, dass die Vereine das so haben wollen", wetterte Obmann Fontaine los.
Groß beworben
Mit Flyern wurden die Schiedsrichter rechtzeitig aufgefordert, für neue Kameraden zu werben und die Vereine wurden per Mail auf den Lehrgang aufmerksam gemacht. Außerdem wurde laut Fontaine in der Tageszeitung sowie in anderen Publikationen für die Lehrgänge geworben.
"Wie es ohne Anwärterlehrgang weitergeht, wird sich Sonntag für Sonntag auf unseren Sportplätzen zeigen", so der Obmann. Ob die Schiedsrichtergruppe Nordschwaben in diesem Jahr nochmals einen Lehrgang anbieten wird, muss noch geprüft werden. (wf)
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