Trauer

06. September 2012 11:21 Uhr

Seebestattung

Die Seebestattung ist besonders geeignet für Menschen, die einen besonderen Bezug zum Meer oder zur Schifffahrt hatten oder auch einfach nur besonders freiheitsliebend waren.

Früher nur als Notlösung gedacht, ist die Seebestattung heute eine beliebte Alternative zur Erdbestattung.
© Nordreisender/Fotolia.com

Früher war die Seebestattung ausschließlich Seeleuten vorbehalten, und zwar als Notbehelf auf Hoher See, wenn es keine andere Möglichkeit gab. Dabei spielten vor allem Seuchengefahr und Hygienevorschriften die Hauptrolle.

In Einzelfällen wurden auch Seeleute seebestattet, die an Land gestorben sind, um ihnen eine besondere Ehre zuteil werden zu lassen.

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es die Seebestattung auch als Alternative zur Bestattung an Land. Grund dafür ist unter anderem, dass seitdem die Feuerbestattung immer häufiger wurde. Seitdem gilt die Seebestattung nicht mehr als Notfallform, sondern als Alternative zur Sarg- und Urnenbestattung an Land.

In Deutschland ist die Seebestattung seit den 30er Jahren erlaubt. Die Ausbringung der Asche erfolgt außerhalb der Dreimeilenzone rund um die Küste. Schifffahrt und Badegäste dürfen von den Seebestattungen nicht beeinträchtigt werden. Daher gelten sehr strenge Gesetze, was die Gebiete betrifft, in denen die Bestattung stattfinden darf.

Die Asche wird in einer Urne dem Meer übergeben. Es handelt sich dabei um Spezialurnen, die sich kurz nach der Bestattung vollständig auflösen und so die Asche vollständig an das Meer abgeben.

Der Kapitän hält traditionell die Trauerrede und trägt die Koordinaten der Bestattung in das Schiffslogbuch ein. Als letzter Gruß werden Blumen und Blütenblätter auf dem Wasser verstreut. Oft gewählte Rituale sind das Hissen der Flagge oder auch das Blasen der Bootsmannspfeife.

Grabsteinnein
Grabpflegenein
Urnenverwendungja, wasserlösliche Urne
Bestattungskosten300,- bis 2.000,- €
Bestatterkosten800,- bis 5.000,- €
Verbrennungja
Nutzungsdauerentfällt
Wiederbelegungentfällt
Verfügung im Vorausnotwendig
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