Freitag, 29. Juli 2016

19. August 2014 00:34 Uhr

Gesundheit

Betten sind gefragt in den Paar-Kliniken

Starke Zunahme bei der ambulanten Notfallversorgung. Geschäftsführer Kazmierczak kämpft mit einem Luxusproblem

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Die Kliniken an der Paar sind beliebt bei Patienten. Das deuten die derzeit hohen Belegungszahlen in den Krankenhausstationen in Aichach und Friedberg an. In den vergangenen Wochen bekam der Paar-Kliniken-Geschäftsführer Dr. Krzysztof Kazmierczak eine Art Luxusproblem. Bettenknappheit führte zeitweise dazu, dass Patienten zum anderen Standort ausweichen mussten. Kazmierczak bittet in solchen Fällen um Verständnis: „Wir machen das nur, wenn wir keine andere Wahl haben.“

Die hohe Auslastung begann am Aichacher Krankenhaus schon im Juli. Da hätten Negativmeldungen über das Augsburger Klinikum noch gar nicht die Runde gemacht, so Kazmierczak. Er bestätigt nicht, dass es eine Abwanderungstendenz vom Großklinikum in die weitaus kleineren Kreiskrankenhäuser in Aichach-Friedberg gibt. Gegenüber dem Klinikum verspürt er keinerlei Schadenfreude: „Ich hoffe, die Situation beruhigt sich.“

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Zur Belegung der Kliniken an der Paar kann Kazmierczak aktuelle Zahlen (seit Jahresbeginn bis vergangene Woche) vorlegen:

Die Patienten-Fallzahlen scheinen den jüngsten Trend mit der ungewöhnlich hohen Auslastung noch nicht widerzuspiegeln. In Friedberg wurden in diesem Jahr bisher 5441 Patienten stationär behandelt – sogar etwas weniger als die 5563 Kranken zum Vergleichszeitraum 2012. In Aichach ist es ein minimaler Anstieg auf 3401 Patienten (2012: 3381). Bei fast gleichen Patientenzahlen hat aber die Schwere der behandelten Fälle laut Kazmierczak leicht zugenommen. Denn die Kliniken an der Paar haben ihr medizinisches Leistungsangebot erweitert.

In diesem Bereich gehen die Fallzahlen steil nach oben. 2014 wurden in Friedberg bis zur vergangenen Woche 5046 Patienten ambulant als Notfälle behandelt (2012: 4428). 2007 waren es zum gleichen Zeitraum lediglich 3740 Notfälle. In Aichach waren es heuer bisher 3509 ambulante Fälle (2012: 3096). Auch dort hält der Anstieg schon länger an, wie die lediglich 2093 Notfälle im gleichen Zeitraum des Jahres 2007 zeigen.

Handlungsbedarf sieht Geschäftsführer Kazmierczak bei der Notfallversorgung, die massiv unterfinanziert sei. Vor zwei Jahren betrug die Unterdeckung in diesem Bereich in den beiden Kliniken an der Paar etwa 600000 Euro. Ein Betrag, der aus anderen Bereichen subventioniert wurde.

Doch da sitzen nach Ansicht von Kazmierczak alle Krankenhäuser in einem Boot. „Wir kämpfen mit den gleichen Sorgen“, sagt Geschäftsführer Kazmierczak und hofft auf eine Zusage der Bundesregierung im Koalitionsvertrag vom Herbst 2013, die ambulante Notfallversorgung sicherzustellen. »Weitere Berichte zu den Krankenhäusern lesen Sie in unserem Lokalteil auf Seite 2 und im Augsburg-Teil auf Seite 25

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Andreas Schmidt

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