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23. Februar 2011 07:35 Uhr

Wettbewerb

Das Ende der Kabelzeit

Albert Stark aus Mering tritt bei „Jugend forscht“ mit einem Gerät an, das fast alles aufladen kann, was einen Akku besitzt

Mering Das Basteln ist eigentlich nicht so sehr seine Sache. Albert Stark programmiert lieber. Für das Projekt, mit dem er am Donnerstag beim „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb Schwaben in Augsburg antritt, hat er aber doch wieder in die Kiste mit den Stecksätzen und Platinen gegriffen. Das Ergebnis ist ein Universalladegerät, das per Induktion funktioniert und dadurch einen ganz entscheidenden Vorteil hat: Die Ladestation überträgt den Strom an die Akkus kabellos.

„Die Idee hatte ich in einer Deutschstunde vor Allerheiligen“, erinnert sich Albert, der in Augsburg auf das Maria-Theresia-Gymnasium geht. Ein Universalladegerät für Computermäuse habe ihn auf den Gedanken gebracht. „So etwas wollte ich auch bauen – nur eben für alle möglichen Geräte.“

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Alle möglichen Geräte – das heißt im Moment noch Handys, MP3-Spieler und ein Tassenwärmer. Für diese Geräte hat er bereits passende Anschlüsse konstruiert. „Aber prinzipiell kann man alles laden, was einen Mini-USB-Anschluss hat“, sagt Albert.

Vor ihm auf dem Tisch liegt die kleine Box, die all dies möglich macht. Strom bezieht sie über ein Kabel, das an einen USB-Steckplatz angeschlossen ist. Zwei LED-Leuchten zeigen an, ob Strom fließt bzw. ob gerade ein Gerät, zum Beispiel ein Handy, aufgeladen wird. Das Telefon muss hierzu nur auf die Box gelegt werden. Per Induktion wird dann der Strom übertragen und der Akku des Handys füllt sich – ganz ohne Verbindungskabel. Ein kleiner Empfänger, der an das Telefon angebracht wird, reicht aus.

Zum Wettbewerb am Donnerstag reist auch sein Teampartner an, mit dem er für das Projekt zusammengearbeitet hat. Kilian Bader wohnt in Klinga in der Nähe von Leipzig. Albert beschreibt die Rollenverteilung zwischen ihm und seinem Cousin so: „Ich habe die Pionierarbeit gemacht und Kilian den Feinschliff.“ Über eine so große Distanz zu zweit an einem Projekt zu arbeiten, sei kein Problem gewesen. „Wir haben uns die Pläne einfach per E-Mail hin- und hergeschickt.“

Für das Ladegerät haben die beiden auch nach dem Wettbewerb noch Pläne: „Es ist durchaus denkbar, das Induktionsfeld in eine Tischplatte einzubauen. Man muss dann sein Handy nur noch auf den Tisch legen, dann lädt es auf – ganz ohne Kabelsalat und immer griffbereit.“

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Mering | Jugend Forscht

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