Pfarrer Mayer spricht beim Landvolk über Papst Johannes XXIII.
Friedberg Über die Lebensentschleunigung sprach Pfarrer Josef Mayer vom Petersberg beim Katholischen Landvolk Friedberg. Nach den Gedanken von Papst Johannes XXIII., der diese Leitsätze zu einer einfachen und unkomplizierten Lebensphilosophie verfasste, erläuterte Mayer dazu die Zehn Gebote.
Sein Ziel war die zeitgerechte Verkündigung des Evangeliums. Als frisch gewählter Papst setzte er sich gegen vielfachen Widerstand für ein neues Verständnis des Papstamtes ein. Menschliche Auflockerung der vorhandenen Erstarrung, kollegiale Wertschätzung, Begegnung mit getrennten Kirchen, Sorge um den Weltfrieden aus Verantwortungsbewusstsein für die Menschheit waren seine Anliegen. 1959 rief er beim 2. Vatikanischen Konzil die Kirchen auf: „Öffnet eure Fenster und lasst die Welt herein.“ Die Einfachheit in seinem Denken legte er in diesem Dekalog nieder. „Nur für heute ...“ – mit diesen Worten beginnt jeder Satz seiner Ermutigung. Er wusste um die Schwierigkeit bei der Umsetzung der guten Vorsätze. Bewusst in den Tag gehen, ohne Eile und Hetze ist schon ein guter Meilenstein für einen gelungenen Tag.
In der Debatte ging es um die Zusammenlegung der Sonntagsgottesdienste. Mit Sorge um die Pfarreien beschäftigten sich die Teilnehmer. „Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen, müssen unsere Kirchen offen halten, damit die Menschen im Ort ihren Glauben und die Gemeinschaft in Gebet und Liedern leben können“, so Mayer. (FA)
Vortrag Der nächste Landvolk-Nachmittag findet am Dienstag, 7. Februar, im Gasthaus Asum statt. Landvolkpfarrer Rainer Remmele spricht über „Leben mit den Jahreszeiten: Brauchtum oder Glaubenszugang“.
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