Sonntag, 24. September 2017

28. Februar 2017 16:18 Uhr

Fasching in Friedberg

Die Lautstärkekontrollen beim Umzug kommen gut an

38 Wagen und Gruppen trotzen der Kälte. Familien freuen sich über das Lärm-Limit, Vereine zeigen Verständnis. Doch es gibt auch andere Stimmen

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Bei nur einem Grad über null bracht der Friedberger Faschingsumzugs gestern Farbe ins Grau. Ob es nun das Schnapsverbot, das Lärm-Limit oder die Kälte war: Dieses Jahr seien weniger Zuschauer dabei als 2016, hieß es von vielen Seiten. Am Umzug kann es nicht gelegen haben: 38 Wagen und Fußgruppen machten mit, mehr als seit langem. Allen voran zogen die Germanen des ORCC. Gut kam bei vielen auch der der Feuerstein-Wagen aus Weidorf an, dessen Drachenköpfe Bonbons spuckten. Aber auch die frechen Biburger Hexen, die holzigen Rinnadoia und die Schlümpfe waren beliebt. Einen Orden verdienten die Tänzerinnen und jungen Sportakrobaten, die trotz der Kälte tolle Figuren hinlegten. Nur eines vermissten Zuschauer: „Das Politische fehlt, man hat wenig zu schmunzeln.“ Die Landjugend aus Affing nahm immerhin Donald Trump auf die Schippe und aus Handzell kam ein Windkraft-Wagen; sonst fehlten aber vor allem lokalpolitische Themen.

Kontrollen an zwei Stellen

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Die Begrenzung des Lautstärkepegels auf 95 Dezibel reichte vielen Besuchern und auch den Vereinen aus. Die Stadt kontrollierte bei der Ausfahrt vom Volksfestplatz und am Rathaus, wo es wegen der Bebauung ziemlich laut schallte, ob das Limit eingehalten wurde. Es wurde zumeist. „Ich finde die Lautstärkeregelung sinnvoll, gerade für Kinder“, sagt Markus Novak, Präsident des ORCC. „Wir haben ein Messgerät auf unserem Wagen, damit wir auch während des Umzugs die Grenze nicht überschreiten.“ Für ihn sind die Auflagen keine Einschränkung. „Da gibt es Schlimmeres“, erklärt er. „Wir waren in der Firnhaberau dabei, da durfte man nicht einmal Süßigkeiten werfen.“

Hannes Hörmann von den Amberger Damen sagt: „Wir haben ohnehin eine kleinere Anlage auf dem Wagen, weil wir viel bei Kinderumzügen mitfahren. Die Stimmung kommt von uns und nicht aus den Boxen.“ Besonders schön seien beim Friedberger Umzug die Strecke und die vielen Leute.

Markus Kindl von den Faschingsfreunden Dreiländereck ist zum ersten Mal in Friedberg. „Wegen der Kinder ist die Begrenzung nicht verkehrt. Aber natürlich will man auch zeigen, was man hat“, sagt er. Auf seinem Wagen stehen zehn Boxen. „Die Auflagen werden immer schlimmer, aber wir versuchen, alles einzuhalten.“

Originelle Wagen

Die Besucher honorieren das. Elisabeth Büttner gefallen die „originellen Umzugswagen“ und die Akrobaten. Die Lautstärke finden Büttner und ihr Begleiter Peter Schmidt angemessen. „Es dürften aber ruhig mehr Fußgruppen beim Umzug dabei sein“, meint Schmidt. Sophie Hübel lobt das Schnapsverbot, wodurch die Stimmung deutlich entspannter sei. Und die Lautstärke?

„Die war dieses Jahr genau richtig“, sagt sie. „So kann man sich mit anderen unterhalten.“ Einen anderen Aspekt lobt Hans Wandinger: „Die Anzahl und Vielfalt an Wagen ist viel größer, das gefällt mir.“ Zudem hält er den Lärmpegel für angenehmer als in den letzten Jahren.

Allerdings gab es auch andere Stimmen. „Zu leise“, urteilten jüngere Leute. So berichtet ein Mann, seine Gruppe sei letztes Jahr mit einem Wagen mitgefahren, doch langsam mache es keinen Spaß mehr – nicht nur wegen des Schnapsverbots. „Es gab so viele Leserbriefe, in denen es hieß, das sei nur noch eine Parade von großen Zugmaschinen. Da haben wir uns persönlich angegriffen gefühlt.“ Auch das Lärm-Limit begeistert ihn nicht. Bei Umzügen, wo das nicht gilt, sei mehr los.

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