Freitag, 24. November 2017

08. Oktober 2011 23:00 Uhr

Liederabend

Die Macht der Liebe

Das Frauen-Forum hat Lustvolles, Heiteres und Nachdenkliches zu bieten Von Dagmar Weindl

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Marion Brülls beeindruckte mit gefühlvollem Gesang in allen Facetten zum Thema Liebe, Peter Papritz begleitete sie einfühlsam und professionell.
Foto: Dagmar Weindl

Friedberg Einen Abend lang drehte sich alles um die Liebe. Das FrauenForum Aichach-Friedberg hatte in die Friedberger Schloss-Remise eingeladen, um in diesem stimmungsvollen Ambiente ein vielfältiges Spektrum an Liebesliedern und -gedichten zum Besten zu geben.

Begleitet von Peter Papritz am Klavier sang Marion Brülls ein beeindruckendes Potpourri von Hildegard Knef bis Meat Loaf, von Zarah Leander bis Udo Lindenberg. Und egal, ob es rote Rosen regnen sollte, das Duo „Hinterm Horizont“ oder Rod Stewarts „The first cut is the deepest“ interpretierte, die Lieder nahmen die Zuhörer gefangen. Mit viel Gefühl, Schwung, Leidenschaft und Empathie überzeugte Marion Brülls, auf die Peter Papritz hoch professionell und sensibel am Piano einging, ihr Publikum.

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Zwischen den Liedern nahmen sieben weitere Frauen des FrauenForums den Spannungsbogen auf, um die vielseitigen Facetten der Liebe in Gedichten vorzutragen. Da sprach Anke Hebenstreit über den „Anfang der Liebe“, und Annette Gumpe darüber, wie sie sich im Alltag darstellt („Was ich liebe und nicht liebe“ von Gioconda Bell). Besonders brillant das mit einem Augenzwinkern von ihr interpretierte Gedicht „Jagdlust“. Lustvoll eben, erotisch, frivol – was nicht nur großen Beifall, sondern die erheiterte Frage eines männlichen (!) Besuchers auslöste, ob der Abend erst ab 18 Jahren freigegeben sei.

Das Programm lebte von Liebesgedichten verschiedener Epochen und Kulturkreise, ebenso wie von der Persönlichkeit der Vortragenden. Dagmar Rohde, die strahlend und charmant moderierte, rezitierte Rainer Maria Rilke und Kelly Priest, Anna Fischer-Amann las Gedichte von Max Frisch und James Joyce vor. Gabriela Klusch interpretierte Hilde Domin und Ann-Ruth Kolbe zitierte Ingeborg Bachmann. Köstlich auch Susanne Gruner, die unter anderem das Ende der Liebe thematisierte und mit schauspielerischem Talent bei „Mit Haut und Haar“ von Ulla Hahn für einen echten Überraschungseffekt sorgte.

Das Spektrum war breit an diesem Abend – musikalisch wie poetisch. Es regte zum Lachen oder zum Nachdenken an, war mal beschwingt oder leidenschaftlich. Allen Beteiligten war der Spaß an der Sache anzumerken, sodass der Funke schnell auf das Publikum übersprang. Die Veranstaltung war leider etwas schwach besucht, was sie nicht verdient hat, ihr aber letztlich keinen Abbruch tat. Mit begeistertem Applaus wurde eine Reihe von Zugaben eingefordert.

Das 1994 gegründete Frauen-Forum Aichach-Friedberg hat mit diesem Abend wieder einmal gezeigt, dass ihm neben dem politischen auch das kulturelle Engagement am Herzen liegt. Noch dazu angesichts der Tatsache, dass der Erlös des Abends der Sanierung des Schlosses zugute kommt.

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