Freitag, 24. November 2017

18. Juli 2016 20:00 Uhr

Friedberger Zeit

Die Neuen sorgen für Höhepunkte

Beim historischen Altstadtfest verkaufen sich die Tagesbillets viermal besser als die Siegel für die ganze Woche. Die Premieren-Auftritte überzeugen besonders. Von Sebastian Mayr und Peter Kleist

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Mit einem Fackelzug verabschiedeten die Friedberger das zehnte historische Altstadtfest.
Foto: Andreas Schmidt

 Vorbei – die zehnte Friedberger Zeit ist Geschichte. Während an den Ständen eifrig abgebaut wird, kehrt langsam wieder so etwas wie Normalität in die Mauern der altbairischen Herzogstadt ein. Es waren besondere Tage, schließlich war es ein Jubiläumsfest. Zum zehnten Mal tauchte Friedberg ins 18. Jahrhundert ein.

Auch wenn das Wetter nicht so mitspielte wie drei Jahre zuvor, fiel die Bilanz von Organisatoren und Beteiligten durchweg positiv aus. Rund 163000 Besucher wurden während der Festtage gezählt. Bedenkt man die zwei total verregneten Abende in der Wochenmitte, dann ist das eine mehr als stolze Zahl. Dabei war der Eintrittspreis für die gesamte Dauer auf zehn Euro angehoben worden, für ein Tagesbillett mussten fünf Euro entrichten werden. Nun wird abgebaut. Das soll zügig geschehen. Ab Donnerstag fahren die Busse wieder durch die Altstadt. Der Wochenmarkt am Freitag wird aber noch einmal auf dem Volksfestplatz stattfinden.

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Das Wetter lässt die Besucherzahl sinken

Bürgermeister Roland Eichmann fragte in seiner Abschlussrede: „Was soll ich denn jetzt abends machen?“ Er dankte den Mitwirkenden für ihr großes Engagement und würdigte das friedliche und freundschaftliche Zusammenleben. „Es bewegt mich, wie unser friedliches Fest Menschen aus verschiedenen Ländern und Kontinenten in Freundschaft zusammenbringt in Zeiten, wo die schlimmen Nachrichten gar nicht enden wollen“, sagte er.

Auch die Aufforderung von Reinhold Korper von der Stadtwache werden sich die Gäste zu Herzen nehmen: „Drum geht jetzt miteinander friedlich nach Haus, das Fest ist zu Ende, der Vorhang fällt, doch macht euch nichts draus. Bewahrt das Glück in euren Herzen, denn in drei Jahren ist es ja wieder soweit, wenn der Ruf erschallt: Auf geht’s zur elften Friedberger Zeit!“

Aus Sicht der Organisatoren haben vor allem die neuen Teilnehmer – das Uhrentheater La Tal, die Bogenschützen und die Gruppe Artistica – das Altstadtfest geprägt. „Das schreit nach einem Wiedersehen“, sagt Stadtsprecher und Organisator Frank Büschel. Die Erfahrungen aus den zehn Festtagen will die Stadt nutzen, um sich über Inhalte, Sicherheitsfragen und die Historientreue mancher Stände beim nächsten Fest Gedanken zu machen. Die Jubiläumsauflage war für Büschel „ein großartiges Fest der Sinne“, das reibungslos verlaufen sei. Die Abrechnung ist zwar noch nicht abgeschlossen. Doch die Zöllner haben wohl rund viermal mehr Tagesbilletts als Siegel verkauft, die für die ganze Woche gelten. Dass etwa 17000 Menschen weniger gekommen waren als bei der neunten Friedberger Zeit, liegt nach Einschätzung von Büschel in erster Linie am Wetter.

Das Fest verläuft friedlich und ohne Zwischenfälle

Nahezu keine Probleme gab es an den Zollstationen. „Die zehn Euro Eintritt für das ganze Fest wurden zwar schon thematisiert, aber fast alle meinten, das sei das Fest wert“, so Oberzöllner Stefan Link. Etwas schwieriger war das Geschäft mit den Tageskarten. Hier könne man sich vielleicht etwas anderes – beispielsweise für jeden Tag eine andere Ticketfarbe – überlegen. „Dann müssten wir die Billetts nicht abreißen und gerade deswegen mussten wir an den Haupteingängen Berg und Ludwigstraße meist zwei bis drei Hauptzöllner postieren“, so Link. Je länger das Fest dauerte, umso mehr wurden die Tageskarten nachgefragt. Am letzten Sonntag gab man rund 5000 Siegel noch als Tageskarten aus. Link lobte die Arbeit der rund 300 Helfer, die gut 1800 Stunden an den Schranken abgeleistet hätten. „Die Zusammenarbeit zwischen dem TSV und den Sportfreunden war sehr angenehm“, erklärte er.

Die Cordonisten wussten von einem absolut ruhigen und friedlichen Fest zu berichten. „Wir mussten ein paar verloren gegangene Kinder finden und einen rumänischen Bettler aus der Festzone entfernen – ansonsten war es völlig unproblematisch“, erklärte Peter Seidenbusch.

Der Kommandant der Stadtwache ist mit seinen Männern, den Aburteilungen und den Verurteilten hoch zufrieden. „Goldschmied Thomas Janota und Kreisbrandrat Bockemühl haben bei eiskaltem Wetter und Regen mitgespielt“, lobte Tobias Buchwieser zwei der Verurteilten. Einen Vergleich zu vergangenen Altstadtfesten zu ziehen, lehnt Buchwieser ab. „Jedes Fest hat seinen Charme und seine tollen Geschichten. Etwas herauszuheben, würde der Friedberger Zeit nicht gerecht werden“, sagt er.

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Friedberg | Roland Eichmann

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