Montag, 23. Oktober 2017

01. Oktober 2014 18:00 Uhr

Bauausschuss in Friedberg

Die Rückkehr zum sozialen Wohnungsbau

Als Prototyp ist ein Wohnblock in Friedberg-Süd geplant, der auch gesellschaftliche Entwicklungen berücksichtigen soll

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So könnte die städtische Wohnanlage aussehen, mit der die Stadt im Neubaugebiet in Friedberg-Süd wieder in den sozialen Wohnungsbau einsteigen will.
Foto: Fußner, Kühne Architekten

Von Andreas Schmidt

Friedberg Händeringend suchen viele in Friedberg preisgünstige Wohnungen. Doch die sind absolute Mangelware. Wer als bedürftig gilt und auf eine sozial preisgebundene Wohnung (Sozialwohnung) hofft, tut sich in Friedberg besonders schwer. Von den insgesamt 13576 Wohneinheiten in der Stadt sind gerade einmal 124 Sozialwohnungen, davon 71 in städtischer Hand. Bürgermeister Roland Eichmann und der Bauausschuss waren sich einig, dass da Handlungsbedarf besteht. Seit 1986 hatte die Stadt beim Wohnungsbau eine Pause eingelegt. Nun soll im Neubaugebiet in Friedberg-Süd der Wiedereinstieg in den sozialen Wohnungsbau erfolgen. Das Projekt mit neun Wohnungen (Entwurf Fußner, Kühne Architekten) ist als eine Art Prototyp gedacht.

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Lehren will die Stadt dabei aus dem umfangreichen Sanierungsprogramm beim städtischen Wohnungsbestand ziehen. Auch die noch anstehende Modernisierung der Wohnanlage an der Rieder Straße zeigt, dass sich ältere Wohnblöcke kaum barrierefrei umgestalten lassen. Bürgermeister Eichmann setzt darauf, dass nun zukunftsweisender gedacht, geplant und gebaut wird.

Im Bauausschuss ging es vor der Detailplanung zunächst um die grundsätzliche Zielrichtung. Diese könnte künftig als eine Art Blaupause für weitere städtische Projekte des sozialen Wohnungsbaus dienen, erklärte Finanzreferent Wolfgang Schuß. Demnach ist Folgendes vorgesehen:

Zielgruppe Gedacht sind die Wohnungen für Bedürftige. Die Wohnungsgrößen sollen gesellschaftliche Entwicklungen berücksichtigen, wonach es vermehrt Alleinerziehende und Alleinstehende gibt. Die Wohnungszuschnitte sollen grundsätzlich veränderbar sein. Bei den städtischen Altbauwohnungen ist das nicht möglich.

Wohnungstypen Im Erdgeschoss sind zwei Wohnungen für Familien vorgesehen, im ersten Obergeschoss drei für Alleinerziehende, im zweiten Obergeschoss vier für Einzelpersonen.

Baustandards Es soll barrierefrei und behindertengerecht gebaut und künftig wenig Energie verbraucht (KfW-40-Standard) werden. Vorgesehen sind Gemeinschaftsanlagen und eine moderne Architektur.

Grundsätzlich kam die Planung gut an. CSU-Fraktionschef Thomas Kleist sprach von einem ersten wichtigen Schritt auch an der richtigen Stelle in dem ansonsten hochpreisigen Neubaugebiet. Roland Fuchs (SPD) verstand das Projekt als Signal der Stadt, das zunächst aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein könne. Manfred Losinger (CSU) bezweifelte, dass die öffentliche Hand das Friedberger Wohnungsproblem lösen kann. Er sprach sich dafür aus, verstärkt den Bau von Wohnanlagen zu ermöglichen. Beim Pilotprojekt wünschte sich Marion Brülls (Grüne) den angedachten Aufzug als obligatorisch vorzusehen. Zudem plädierte sie für Passivhausstandard, der allerdings teurer käme.

Nach einem einstimmigen Beschluss des Bauausschusses werden nun Detailplanungen in Auftrag gegeben. Dabei geht es auch darum, ob der Aufzug fest mit eingeplant wird. Unter anderem von den Kostenschätzungen wird es abhängen, wann das Pilotprojekt verwirklicht wird. Für Bürgermeister Eichmann stellte sich da die Frage, was die städtischen Finanzen im kommenden Jahr hergeben.

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