Ein Ansturm aus der ganzen Region führte dazu, dass sich die Situation zuspitzte. So duldet die Stadt die Veranstaltung nicht mehr. Von Andreas Schmidt



Katerstimmung herrschte am Tag nach der Friedberger Tiefgaragen-Party, die nach einem Massenansturm gesperrt werden musste. Ob es die Feier im Untergrund am Faschingsdienstag wieder geben wird, ist derzeit offen. Einig sind sich der Jugendclub als Veranstalter, die Stadt und Sicherheitskräfte, dass sich Zustände wie diesmal nicht wiederholen dürfen. Nicht Eingelassene hatten nachts für Chaos auf der Ludwigstraße gesorgt. Nach Schätzungen der Polizei wollten etwa 1500 Leute zu der Party, von denen höchstens 800 eingelassen werden durften.
"Das Wichtigste ist, dass in dem Gedränge niemand etwas passiert ist", sagt Jugendclub-Vorsitzender Jan Güntner. Für ihn war der große Andrang zu der Party, der nach Einbruch der Dunkelheit einsetzte, nicht vorhersehbar. Die Veranstaltung zog verstärkt junge Leute aus der ganzen Region an. Für Güntner könnte dies damit zusammenhängen, dass am Faschingsdienstag wenige andere große kostenlose Veranstaltungen für Jugendliche stattfanden.
Als das Gedränge in der Schlange vor der Eingangskontrolle in der Tiefgaragenabfahrt zu groß wurde, wurde der Abgang gesperrt. Es wurde niemand mehr eingelassen. Daraufhin feierten ganze Hundertschaften stundenlang auf der Ludwigstraße weiter. "Dort herrschte ein aufgeheizte, aggressive Stimmung", berichtet Frank Büschel, der sich an Ort und Stelle ein Bild von der Lage machte.
"In dieser Form wird die Stadt die Veranstaltung nicht mehr dulden" sagt Pressesprecher Büschel. Dies könne man so allen Beteiligten nicht mehr zumuten. Mitglieder des Jugendclubs hatten alle Hände voll zu tun mit den Aufräumarbeiten. Für Vorsitzenden Jan Güntner war es noch nicht der richtige Zeitpunkt für eine Entscheidung, ob der Jugendclub auch künftig als Veranstalter einer Party am Faschingsdienstag zur Verfügung steht.
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