Donnerstag, 14. Dezember 2017

02. November 2011 11:00 Uhr

TV-Magazin

Die neuste Masche vom Schmidt Max

Der Fernsehmoderator beweist bei einem Dreh in Friedberg, dass Stricken gar nicht unmännlich ist

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Friedberg Bei so vielen Stricknadeln, Wollknäueln und Fingern kann man schon mal durcheinander kommen. „Sind das jetzt meine Hände?“ Max ist verwirrt. Und der Regisseur unzufrieden mit der Kameraeinstellung: „Die Szene muss wiederholt werden.“ Interessiert nur keinen, denn die Teilnehmer des Strickkurses sind so in ihre Maschen vertieft, dass die Anweisung glatt untergeht.

Schauplatz des Geschehens ist das PatchWork Haus für Handarbeit in Friedberg. Dort will der Schmidt Max, wie der Moderator des Magazins „freizeit“ im Bayerischen Fernsehen gerufen wird, das Stricken lernen. Eine Folge seiner Sendung soll sich um dieses Hobby drehen. Max hat sich für eine kuschelige Pudelmütze entschieden, nachdem ihm PatchWork-Chefin Karin Weindl die obligatorischen Socken ausgeredet hat – zu schwierig für den Anfang. Apropos schwierig: Sie kennt eine Eselsbrücke, um sich zu merken, wie der Faden um die Hand gewickelt wird: „Der Schweini kommt aufs Feld, läuft um zwei Abwehrspieler herum, umdribbelt den Dritten...“ Alles klar?

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Dass der Dreh ausgerechnet in Friedberg stattfindet, hat einen einfachen Grund: Redakteur Matthias Eggert stellte bei seinen Recherchen fest, dass es kaum Handarbeitsläden gibt, die Strickkurse anbieten. Friedberg war also automatisch in der engeren Wahl. Das PatchWork-Team war über den Anruf des BR trotzdem ziemlich überrascht. Doch für Besuch vom Fernsehen sperrt Weindl ihren Laden gerne ein paar Tage zu. „Jetzt bin ich aber ganz schön aufgeregt“, gibt sie zu, als Kamera und Mikrofon auf sie gerichtet sind. Muss sie aber gar nicht, denn jede Einstellung wird so oft wiederholt, bis alles passt. Was im Fernsehen spontan aussieht, ist das Ergebnis harter Arbeit: Auf eine Stunde Sendezeit kommen sieben Stunden Drehzeit.

Auch für den Kamera erfahrenen Schmidt Max ist diese Folge von „freizeit“ eine Herausforderung. „Das ist 160 Jahre her, das ich mal gestrickt habe“, sagt er. Was ihm an Können fehlt, gleicht er durch Motivation und gute Laune aus. Unmännlich findet er Stricken nämlich ganz und gar nicht. „Das ist die männliche Emanzipation.“

Stricken passe nicht nur gut zur Jahreszeit, ergänzt Eggert, sondern sei auch im Trend. „Das findet nicht mehr nur auf der verstaubten Oma-Couch statt.“ Vor allem Strick-Graffiti erlebe gerade einen Boom. Künstler also, die in Nacht- und Nebelaktionen Autos, Bäume oder Laternenmasten mit Nadel und Faden umgarnen. Wenn das mit der Mütze geklappt hat, geht der Schmidt Max nächste Woche mit dieser sogenannten „Strick-Guerilla“ in München auf Tour. Wenn!

Erst mal müssen vor laufender Kamera alle Maschen wieder aufgetrennt werden, der Faden war zu kurz. „Puh, ich glaub’, wir senden in zwei Wochen eine andere Geschichte“, stöhnt Max. Doch daraus wird nichts, der Sendetermin steht: Am 17. November um 21.15 Uhr zeigt das Bayerische Fernsehen die Folge aus Friedberg. Bis dahin heißt es stricken, stricken, stricken...

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Friedberg | Schmidt | München

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