In 900 Haushalten fiel Dienstagnachmittag der Fernseher aus. Erst am heutigen Donnerstagnachmittag konnte Kabel Deutschland die Störung beheben. Die Kunden sind vor allem auch über die Informationspolitik des Unternehmens verärgert. Von Gönül Frey
Drei Tage ohne Fernsehen und keine Informationen über Ursache und Dauer der Störung - das brachte die Kabel-Deutschland-Kunden in Kissing auf die Palme. Wie das Unternehmen auf Anfrage bestätigte, waren 900 Haushalte seit Dienstagnachmittag ohne Empfang. Erst Donnerstag gegen 15 Uhr liefen die Geräte wieder.Betroffen war offensichtlich vor allem der Bereich nördlich der Schulstraße.
„Die Ursache liegt in einer defekten Kabelkupplung. Aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse, stark gefrorener Boden, verzögert sich leider die Beseitigung“, erklärte Pressereferentin Gisela Bauer. Kabel Deutschland bedaure die Verzögerung und bitte die Kunden um Verständnis.
Doch deren Geduld war gestern bereits auf eine harte Probe gestellt. „Ich habe versucht, die Servicenummer anzurufen und hing eine halbe Stunde in der Warteschleife“, berichtet Altbürgermeister Adolf Gaugg. So wie ihm erging es auch Erhard Hlawa und zahlreichen anderen Kissingern.
Besonders bitter war der Ausfall am Mittwochabend für die Fußballfans. „Wir sind extra zusammen gekommen, um das Bayern-Spiel anzuschauen. Mein Enkel ist ja so ein Fan. Mei, waren wir alle sauer!“, erzählt Edeltraut Punk aus der Fichtenstraße. Viele der Kabelkunden hätten gerne eine Entschädigung. Die Aussichten sind wohl eher schlecht. „Um einen Schadensersatzanspruch geltend machen zu können, wäre es erforderlich, dass Kabel Deutschland den Ausfall verschuldet hat. Darüber hinaus müsste der Kunde tatsächlich noch einen konkreten Schaden beziffern. Ein und nachweisen. Ein Schadensersatzanspruch für immaterielle Schäden (entgangener Fernsehgenuss, etc.) ist nicht vorgesehen“, so Sprecherin Bauer.
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