In der Stadt Aichach gibt es jetzt eine "Zweitwährung" neben dem Euro. Die Rede ist hier nicht von alten D-Mark-Beständen aus dem vergangenen Jahrtausend, die noch an diversen sicheren Aufbewahrungsorten schlummern, sondern von einem neuen Zahlungsmittel der Aktionsgemeinschaft Aichach (Aga) - der Aichacher City-Scheck. Aussehen: wie eine Scheckkarte. Wert: zehn Euro. Gültigkeit: in Geschäften und Gastronomien der Stadt. Erhältlich sind sie im LEW-Kundenforum.

Laut Aga-Vorsitzendem Dieter Simmeth soll das Geld ähnlich wie andere Regionalwährungen die lokale Wirtschaft in Schwung bringen. Ganz vergleichbar mit Konzepten wie dem "Chiemgauer" ist der City-Scheck aber nicht. Aichacher Geschäfte oder Unternehmen können die Schecks kaufen und an Kunden als Geschenk oder bei Rabattaktionen weitergeben. Privatleute können die Schecks ebenfalls im LEW-Kundenforum erwerben und als Präsent weitergeben. Angenommen werden die Schecks nur von der Aichacher Geschäftswelt. Das ist auch das Ziel des Konzepts, das es bereits in einigen Städten gibt: das Geld soll im Wirtschaftskreislauf der Stadt bleiben. Für Reinhold Hass, Leiter des LEW-Kundenvorteilprogramms Easy Living, passen die Schecks "sehr gut in unsere Unternehmensphilosophie". Der Energieversorger will sich vor Ort engagieren, und die Schecks "binden die Wirtschaftskraft hier". Die Lechwerke unterstützen die Aga bei der Einführung der Karte. Laut Dieter Simmeth sind 1000 Scheckkarten hergestellt worden; mit Aufklebern, Plakaten und Aufstellern werden sie bekannt gemacht.
Und wie wird aus dem City-Scheck wieder ein Euro? Die Aga-Mitglieder können die angenommenen Schecks zum vollen Preis bei der LEW einlösen. Geschäfte, die nicht Mitglied bei der Aga sind, bekommen pro Scheck nur neun Euro zurück. (cli)
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