Mittwoch, 20. September 2017

13. September 2017 17:49 Uhr

Freizeit

Elektroräder rollen im Wittelsbacher Land an die Spitze

E-Bikes finden auch im Landkreis  Aichach-Friedberg immer mehr Käufer. Es gibt sie sogar für Kinder und Mountainbiker. Was können sie, was das normale Fahrrad nicht kann? Von Luisa Sako

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Jeder nicht so ambitionierte Fahrradfahrer kennt die Situation: Man radelt auf einen Berg zu und hat die Qual der Wahl. Entweder steigt man ab und schiebt oder man erreicht das Bergende mit vor Anstrengung hochrotem Kopf. Mit einem E-Bike ist das anders. Die Elektrofahrräder machen das Radeln leichter und sind im Trend. Werner Pfundmeir von Zweirad Pfundmeir in Friedberg weiß warum. Er kennt die Möglichkeiten der Technik und die Bedürfnisse seiner Kunden.

Einerseits erleichtere das E-Bike den Alltag. Denn Pendler, die das Auto durch ein E-Bike ersetzen, müssen nicht mehr lange nach einem Parkplatz suchen. Andererseits könne man auf dem E-Bike die Natur richtig erleben. Man könne andere Strecken fahren, sei zum Beispiel eher geneigt, abseits der Straße zu fahren und habe eine ganz neue Sicht auf die Landschaft.

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Auf die Geschwindigkeit achten!

Auf dem Elektrofahrrad sei es aber besonders wichtig, darauf zu achten, dass man nicht zu schnell wird. Pfundmeir warnt: „Man darf die Geschwindigkeit des Fahrrads nicht unterschätzen.“ Das führe sonst schnell zu Unfällen. „Auch Autofahrer können es schlecht einschätzen“, ergänzt er.

Max Baumann, Leiter der Polizeiinspektion Friedberg, sagt, dass E-Bikes in den Unfallstatistiken zwar nicht erfasst würden, es aber schneller zu Stürzen komme. Insbesondere zu hohe Geschwindigkeiten im Kurvenbereich seien gefährlich. Er rät: „Man sollte genau wissen, in welchen Geschwindigkeitsbereichen man sich bewegt.“ Der Polizist findet Angebote wie Sicherheitstrainings grundsätzlich gut, meint aber, dass sie nicht zur Pflicht werden sollten. Er könne sowohl normalen Radfahrern als auch E-Bike-Nutzern nur empfehlen, einen Helm zu tragen. Um sich mit dem E-Bike vertraut zu machen, sei ein ausgiebiges Probefahren verschiedener Modelle ebenso wichtig wie eine ordentliche Beratung, so Fahrradfachverkäufer Pfundmeir. „Jeder Kunde hat ein anderes Bedürfnis.“ Es sei daher nicht ratsam, ein E-Bike im Internet zu kaufen.

Display zeigt Wartung an

Wichtig nach dem Kauf ist die Pflege. Einmal im Jahr sollte man zur Wartung gehen. Manchmal tauchten Kunden mit abgefahrenen Bremsbelägen auf, berichtet er. Das sollte bald nicht mehr so häufig passieren, denn die Wartungsintervalle würden inzwischen auf dem Display angezeigt. Und auch was das Design des E-Bikes angeht, werde gerade viel getan.

Die neueste Entwicklung ist die Integration des Akkus in den Fahrradrahmen und Datenübertragung per Bluetooth. Die Vielfältigkeit der Räder nimmt zu. Ebenso steigt die Akzeptanz in der Bevölkerung. Sogar E-Bikes für Kinder gibt es inzwischen. Die würden allerdings nur gekauft, wenn die Eltern selbst Elektroradfahrer sind, um dem Nachwuchs das Mithalten zu ermöglichen. Weitere Kaufgründe seien schlechte Busverbindungen oder ein langer Schulweg.

Lange Produktionszeiten

Bei der Messe Eurobike, die gerade zu Ende ging, waren E-Bikes ein Schwerpunktthema. Die neuen Modelle können im Zweiradgeschäft aber nicht sofort angeboten werden. Das liege unter anderem an den langen Vorbestellungs- und Produktionszeiten, klagt der Fachhändler.

Wegen der großen Nachfrage müssen Kunden manchmal recht lange auf ihr Traum-Radl warten. Gleichwohl verlässt zum Beispiel Petra Römmelt das Geschäft mit einem Lächeln. Sie hat sich ein E-Bike zugelegt, um „gemütlicher und stressfreier in die Arbeit zu fahren und um damit mal Urlaub machen zu können.“ Außerdem fahre sie gelenkschonender und vor allem mehr, freut sie sich. Sie sagt: „Ich bin in den Sommermonaten alles mit dem Rad gefahren.“

Mit dem E-Bike auf den Berg

Auch Andreas Miehle vom Radlhaus Kissing kann von Verkaufserfolgen berichten. Das Kaufverhältnis von Fahrrad und E-Bike liege in diesem Jahr bei 50:50. Er habe zwar noch viele ältere Kunden, aber es schafften sich immer mehr jüngere Menschen ein Elektrofahrrad. E-Bikes seien gemütlicher und für Menschen, die sich normalerweise mit dem Fahrradfahren schwer tun, sei es leichter. Für Miehle steht der Fahrspaß im Vordergrund, den man bei Geschwindigkeiten von über 25 Kilometern pro Stunde erleben kann. Und Spaß bereiten auch die elektronisch angetriebenen Mountainbikes, die er immer häufiger verkaufe. „Den Berg hochfahren ist mit dem E-Bike leichter als mit den normalen Mountainbikes“, sagt er. 

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