Ob in Berlin, Nürnberg oder am Chiemsee - Sommer-Festivals sind in. Das weiß auch der Jugendclub Friedberg und organisierte gemeinsam mit der Stadtjugendpflege und dem Jugendrat das vierte "Mittendrin" in Friedberg. Am Marienplatz spielten zwar weder Metallica noch Robbie Williams, doch gerade das gefiel so manchem Besucher.
Allein The Riffs spielten alles, was Rock und Pop seit den 80ern zu bieten hat. "Da werden Erinnerungen wach", fanden Marion und Norbert Diekamp, die sich auch mit 54 Jahren noch vor der Bühne wohlfühlen. Mit rockigen Gitarrenriffs, Soul-Stimmen und einer tollen Bühnenshow heizte die Band gerade dem jüngeren Publikum kräftig ein.
Dass auch Freunde des Reggae und Ska in Friedberg auf ihre Kosten kamen, dafür sorgten schließlich The Capones. "Das ist mal was anderes und die machen super Stimmung", meinte Maximilian Rittler, und Vera Hartmann war besonders angetan von den Saxofoneinlagen der Münchner Jungs.
Ein etwas unglückliches Los hatte dagegen die Hip-Hop-Band Creme Fresh gezogen. Als erste Gruppe am Freitagabend taten sich die drei Musiker schwer, die noch wenigen Besucher von den Bierbänken wegzulocken. Dennoch gefiel gerade den Jugendlichen der coole Sprechgesang. "Die Musik ist echt gut, aber törnt halt einfach nicht so zum Tanzen an."
Auch am zweiten Tag kamen die Besucher erst gegen Abend in größeren Mengen. Die Anwesenden hörten Musik der Jugendkapelle Friedberg, den Palmcourtbeats, die den 2. Platz des "Band des Jahres"-Wettbewerbs gewannen und die wilde Mischung aus Ska, Reggae und Rock des Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra. Der Höhepunkt des Abends waren Smokestack Lightnin', die das Festival durch ihre Musikmischung aus Country, Rhythm 'n' Blues und Folk abrundeten.
Doch nicht nur Musik, sondern auch ein Rahmenprogramm wurde den Besuchern geboten. So gab es einen Graffiti-Workshop der Meringer Gruppe Die Bunten, bei dem sich jeder selbst an einer Spraydose versuchen konnte. Außerdem stellte der Alpenverein Friedberg zusammen mit dem Kreisjugendring eine acht.
Eine Bildergalerie gibt es unter
friedberger-allgemeine.de
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