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13. Oktober 2011 11:30 Uhr

Feuerwehren

Frischer Wind soll das Schiff vorantreiben

Der neue Kreisbrandrat Ben Bockemühl verspricht Reformen und ein offenes Miteinander. Von Daniel Beck

„Lasst ihn nicht im Stich.“Landrat Christian Knauer

Ben Bockemühl heißt der neue Kreisbrandrat des Landkreises Aichach-Friedberg. Auf den 31-jährigen Stätzlinger entfielen 83 von 92 gültigen Stimmen. Der fünfte Kreisbrandrat in der Geschichte des Landkreises Aichach-Friedberg ist damit einer der jüngsten bayernweit.

Auch wenn einige im Vorfeld der Wahl Kritik daran geäußert hatten, dass nur ein Kandidat zur Wahl stehe, war bei der Dienstversammlung der Feuerwehrkommandanten und deren Stellvertreter die Zustimmung für Bockemühl groß. Nicht nur Landrat Christian Knauer zeigte sich erleichtert über die schnelle Wahl. Zuvor hatte er seine Entscheidung gerechtfertigt, nur einen Kandidaten vorzuschlagen. „Bei zahlreichen Gesprächen haben sich die Beteiligten unisono für Bockemühl ausgesprochen“, so Knauer. „Auch wenn nur ein Kandidat vorgeschlagen ist, handelt es sich dennoch um eine Wahl.“ Wie wichtig die Wahl war, zeigte sich auch an Dasings Bürgermeister Erich Nagl. Obwohl zeitgleich der Dasinger Gemeinderat tagte und Nagls Frau Geburtstag feierte, war er dennoch zur Versammlung in den Bäckerwirt gekommen.

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Kein leichtes Amt

Der kommissarische Chef der Landkreisfeuerwehren, Kreisbrandinspektor Erich Poisl, entschuldigte sich zu Beginn dafür, zu wenig Zeit für das Amt zu haben. „Es ist kein leichtes Amt, ich wünsche mir Unterstützung für den Neuen“, erklärte er. Als die Anforderungen an einen Bewerber für den Posten des Kreisbrandrats und dessen Aufgaben vorgestellt worden waren, wurde Bockemühl von Landrat Knauer offiziell vorgeschlagen. Er werde sich für eventuelle Fortbildungen Bockemühls einsetzten, versuchte Knauer die Zweifel an der Erfahrung und Ausbildung des Kandidaten zu zerstreuen. Von seinem Chef, dem Direktor der Meitinger Mittelschule, habe Bockemühl die volle Unterstützung. Das Kultusministerium stellt ihn heuer von neun Unterrichtsstunden pro Woche frei und ihm entstehen dadurch keine beruflichen Nachteile.

Bockemühl selbst präsentierte sich bescheiden und erklärte, noch keinen festen Plan für seine mögliche Amtszeit ausgearbeitet zu haben. Zu seinen Eckpunkten zählen aber ein offenes Miteinander und die Ausbildung der Feuerwehren und Kommandanten. „Wir brauchen frischen Wind, um das Schiff Feuerwehr voranzutreiben“, gab sich Bockemühl reformerisch. Ein Konzept werde sich in vielen Gesprächen auf verschiedenen Ebenen ergeben. Man müsse sich aber überlegen, neue Fachbereiche in der Organisation zu schaffen, ähnlich dem Bereich der Jugendfeuerwehr, erklärte er.

Er warnte die anwesenden Kommandanten aber auch vor zu hohen Erwartungen an seine Person. Seit April 2005 ist er Jugendfeuerwehrwart und verschaffte dieser eine neue Struktur. „Die Erfolge stellten sich aber erst in den vergangenen zwei Jahren ein“, wies er auf die Auszeichnungen für die Jugendfeuerwehr hin. Als positiv werde sich die gute Vernetzung erweisen, die er durch sein Amt in den vergangenen Jahren aufbauen konnte. „Lasst ihn nicht im Stich!“, lautete zum Schluss der Appell von Landrat Christian Knauer. »Aufgefallen Seite 1

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