Die Renn- und Freizeitgemeinschaft (RFG) Mering ist weiter auf der Suche nach einem neuen Trainingsgelände: Nach Anfragen in Schmiechen und Steindorf, die beide in den vergangenen Monaten abgelehnt worden waren, ist die RFG jetzt fast wieder an ihrem Ausgangspunkt angelangt: Auf der heutigen Sitzung sollen die Gemeinderatsmitglieder entscheiden, ob der Verein ganz nahe zu seinem ehemaligen Trainingsgelände östlich der ehemaligen Vereinigten Tiermehlfabriken (VTF) zurückkehren kann. Von Jana Tallevi Von Jana Tallevi

Mering Die Renn- und Freizeitgemeinschaft (RFG) Mering ist weiter auf der Suche nach einem neuen Trainingsgelände: Nach Anfragen in Schmiechen und Steindorf, die beide in den vergangenen Monaten abgelehnt worden waren, ist die RFG jetzt fast wieder an ihrem Ausgangspunkt angelangt: Auf der heutigen Sitzung sollen die Gemeinderatsmitglieder entscheiden, ob der Verein ganz nahe zu seinem ehemaligen Trainingsgelände östlich der ehemaligen Vereinigten Tiermehlfabriken (VTF) zurückkehren kann.
Antrag kam im Januar
Im Januar war bei der Marktverwaltung in Mering der Antrag der RFG eingegangen: Im Sondergebiet an der Lechfeldstraße, etwas nördlicher als im jetzigen Bebauungsplan vorgesehen, sollte demnach wieder eine Motocross-Strecke entstehen. Der Gemeinderat soll nun über die Aufstellung eines Bebauungsplans entscheiden, der in diesem Bereich die Fahrstrecke ermöglicht.
Einen Bebauungsplan gibt es eigentlich schon seit mehr als drei Jahren. Das Gebiet der ehemaligen Meringer Hausmülldeponie war zuvor auf mögliche Giftstoffe im Boden untersucht worden. Die Belastung stellte sich zwar nicht als gravierend heraus, aber eben doch vorhanden. Nach einem Termin vor Ort und nach dem Vorliegen der Ergebnisse der Bodenproben beschied das Landratsamt damals wie heute, dass das Vorhaben zwar brenzlig, aber nicht unmöglich sei.
So ebnete der Gemeinderat der RFG den Weg durch einen Bebauungsplan. Doch monatelang tat sich nichts, so dass schließlich ein Teil der Fläche langfristig an die Voltwerk AG verpachtet wurde, die dort eine Ausgleichsfläche für eines ihrer Projekte anlegen wollte. Weiter beschloss der Meringer Gemeinderat, das angrenzende Flurstück in Eigenregie ökologisch aufzuwerten - eine Motocross-Bahn war somit vom Tisch.
Inzwischen sind die Aufträge für die künftige Ökofläche vergeben, rund 10 000 Euro hat der Markt Mering bereits investiert. Die Untere Naturschutzbehörde hat signalisiert, dass eventuell sogar mit Schallschutzwällen die Tierwelt auf der angrenzenden Ausgleichsfläche vor dem Motorenlärm geschützt werden müsse, sollte in ihrem Norden eine Motocross-Strecke entstehen.
Schon lange dafür
Dennoch möchte Bürgermeister Hans-Dieter Kandler es dem Verein weiterhin ermöglichen, in seinem Heimatort eine Übungsmöglichkeit zu erhalten. "Meine Stimme haben sie", sagte er im Vorfeld der Sitzung. Er habe es bereits vor drei Jahren bedauert, dass die RFG ihr Vorhaben nicht in der geplanten Form umsetzen konnte.
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