Es wird sich fast so anhören wie in einer russischen Kirche: Gesänge in der Tradition der Klöster der Ostkirchen. Der Sergius-Chor aus Weingarten gestaltet am Samstag den orthodox-katholischen Gottesdienst.

Friedberg. Es wird sich fast so anhören wie in einer russischen Kirche: Gesänge in der Tradition der Klöster der Ostkirchen werden am heutigen Samstag, 20. März, ab 18.30 Uhr durch die Friedberger Stadtpfarrkirche St. Jakob hallen. Zu Gast ist der Sergius-Chor aus Weingarten unter der Leitung von Alfred Löscher.
Die Sänger gestalten einen orthodox-katholischen Gottesdienst - die Göttliche Liturgie nach Johannes Chrysostomos. Den Zelebranten, Pater Daniel Eichhorn, bringt der Chor gleich mit. Damit haben die Freunde der Kirchenmusik von St. Jakob wieder etwas Besonderes organisiert.
Vertraut gemacht mit der Liturgie der Ostkirche
Gegründet wurde der Sergius-Chor 1976 von Pater Lukas Weichenrieder, dem späteren Abt des Benediktinerklosters Weingarten. Dieser hatte sich mit der ostkirchlichen Liturgie vertraut gemacht. Für die Gestaltung von Gottesdiensten fand sich ein kleiner Sängerkreis als Chor zusammen, der sich nach einem russischen Mönchsvater Sergius-Chor nannte.
Seine Hauptaufgabe sieht der Chor nach wie vor darin, im Ritus der Ostkirchen gefeierte katholische Gottesdienste zu gestalten. Bei diesem Ritus kommt dem Chor eine tragende Rolle zu, da instrumentale Kirchenmusik nicht üblich ist. Der Chorgesang soll als "Transportmittel des Wortes zur Seele" dienen. Der Sergius-Chor singt meist Werke aus der russischen Tradition auf Deutsch und in kirchenslawischer Sprache.
Seit 2007 hat Alfred Löscher die Leitung inne. Mittlerweile versuchen die Sänger, die Schönheit der ostkirchlichen Musik auch außerhalb von Gottesdiensten zugänglich zu machen. (FA)
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