Sonntag, 29. Mai 2016

30. März 2013 00:33 Uhr

Heilung durch Vorsorge

Darmkrebs-Vorsorge bei der Kuka

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Für die Darmkrebsvorsorge werben (von links) Dr. Albert Bauer, Melanie Kneile, Brigitte Maischberger und Florian Hartmann.
Foto: Hanna Frey

Friedberg Im Kampf gegen Darmkrebs hat das Darm-Zentrum Friedberg-Augsburg als neue Mitstreiter die Kuka AG in Augsburg gewonnen. Ergänzend zum bereits bestehenden Gesundheitsvorsorgeprogramm beim Roboter- und Anlagebauer wurde das Thema Darmkrebs aufgenommen.

Dr. Albert Bauer, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin/Gastroenterologie am Krankenhaus Friedberg, hielt im März zwei Informationsveranstaltungen bei Kuka ab. Weit über hundert, überwiegend männliche Mitarbeiter, die ja sonst als „Vorsorgemuffel“ gelten, folgten aufmerksam den Ausführungen. Der Mediziner brachte ihnen die Wichtigkeit der Vorsorge nahe: „Beschwerden macht die Krankheit häufig erst in einem fortgeschrittenen und damit unter Umständen nicht mehr heilbaren Stadium. Rechtzeitig erkannt, könnten aber fast alle der jährlich 65000 neu Erkrankten in Deutschland gerettet werden.“

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Eingeladen waren alle Kuka- Mitarbeiter, die über 45 Jahre alt sind, da ab diesem Alter die Erkrankungswahrscheinlichkeit deutlich ansteigt. Rein statistisch dürfte jedes Jahr bei circa drei der etwa 1000 Eingeladenen eine Darmkrebserkrankung neu auftreten. Bei etwa zehn Prozent sind bereits Vorstufen, sogenannte Polypen, zu erwarten. „Da vom Auftreten dieser Vorstufen bis zum Ausbruch des Karzinoms etwas zehn Jahre vergehen, liegt hier eine große Chance der Vorsorge“, so Bauer. „Die Vorsorge sollte idealerweise für die über 55-Jährigen in einer Darmspiegelung bestehen.“

Für die Mitarbeiter zwischen 45 und 55 Jahren wurde ein kombinierter Stuhltest empfohlen, der im Rahmen dieser Vorsorgeaktion zur Verfügung gestellt wurde. Im Gegensatz zu den früheren, relativ unzuverlässigen Tests weist der neue, deutlich verbesserte im Stuhlgang zum einen krankhafte Blutspuren und zum anderen zusätzlich ein Enzym nach, das Darmpolypen oder -karzinome absondert. Nach dem aufklärenden Vortrag des Chefarztes waren die Kukaner, wie sie sich selber nennen, sehr interessiert, an dem Vorsorgeverfahren teilzunehmen. Die Kosten des Tests haben die AOK (für dort Versicherte) und die Kuka getragen.

Gesundheitsvorsorge wird bei der Kuka großgeschrieben. Dies zeigt sich auch daran, dass die Mitarbeiter während der Arbeitszeit die Informationsveranstaltungen besuchen konnten. Andere Mitarbeiter, die weit entfernt vom Stammsitz Augsburg arbeiten, haben die Tests mit entsprechendem Informationsmaterial auf ihre Baustellen geschickt bekommen. Dies stellt im Rahmen der betrieblichen Darmkrebsvorsorge eine ganz neue Qualität dar und unterstreicht das Engagement des Darmzentrums und das von Kuka. (FA)

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