Wetter
Fr.
22°C
Wetter
Sa.
21°C

30. Dezember 2008 18:05 Uhr

Im Schlosshof wird es bunt

Mering Vandalismus und Sachbeschädigung, Subkultur und Stadtverschönerung: Bis heute gehen die Meinungen über Graffiti weit auseinander. Dabei sind Graffiti längst als zeitgenössische Kunstform anerkannt und werden in Museen gewürdigt. In Kontakt mit Graffiti können im März auch die Meringer kommen. Ins Museum müssen sie dazu nicht gehen - ein Besuch des Schlosses genügt. Von Manuela Rieger

Im Schlosshof wird es bunt
Foto: ALFA

Dorthin, zu der Veranstaltung "GraffitiKontakt", lädt das Meringer Podium im Rahmen des Meringer Kunst- und Kulturfrühlings 2009 (siehe Infokasten) ein. Luitpold von Grauvogl stellte den Innenhof des Schlosses zur Verfügung - nicht ohne Hintergedanken.

Grenzen sind fließend

ANZEIGE

Der Schlossherr weiß um die immensen Schäden, die durch Schmierereien entstehen, und möchte den "Schmierfinken" eine Plattform bieten: "Die Grenzen sind wohl wie so häufig fließend, und im Bereich Graffiti gibt es Schlechte wie Gute", meint er. "Wenn es gelänge, die Kunstform von der Illegalität zu lösen, beispielsweise indem man dem jugendlichen Protest ein unzensiertes Forum bietet, ließe sich Graffiti als Kunstform fördern und entwickeln. Und dies würde dem Dialog der Generationen sicherlich nicht schaden."

"Kopfgelder, Kampfansagen und Gesetzesverschärfungen werden das Problem illegaler Graffiti jedenfalls nicht lösen", ist sich Michael Fleig von der gleichnamigen Schreinerei sicher. Mit Fahrzeugen, Lager und Stellwänden unterstützt er deshalb die Aktion des Meringer Podiums. Sie ist ein Modell, das Schule machen sollte, meinen viele Sponsoren. Unterstützt wird das Vorhaben von den Musikfreunden Mering, dem Verein KiJu Mering, der evangelischen und katholischen Jugend und zahlreichen Bürgern.

Diskussion mit Sprayern

GraffitiKontakt soll zu einer Auseinandersetzung mit Graffiti führen. Eine Auseinandersetzung, die in Mering vor Ort stattfinden kann. So können Besucher und Interessierte etwa mit den Sprayern Christian Rappl und Daniel Tröster diskutieren. Die haben sich mit fünf anderen in der Gruppe "die Bunten" zusammengeschlossen. Zu ihr zählen Jonas Jonke, Stimpy, Bonsai, André Rößner und Florian Tschech. Sie werden live ihre Fertigkeiten zeigen.

Das Meringer Podium will ebenfalls mit den Verantwortlichen bei der Gemeinde und den Betreibern des öffentlichen Personennahverkehrs ins Gespräch kommen. Mit Kennern der Szene sollen dabei Möglichkeiten erörtert werden, wie man Sprayer aus der Illegalität herausholen und Sachbeschädigungen vermeiden kann.

GraffitiKontakt ist Teil des Kunst- und Kulturfrühling 2009, der von der Marktgemeinde mit 12 000 Euro bezuschusst wird. Die Veranstaltung beginnt am 14. März und endet am 28. März 2009. Sie steht unter dem Motto: "Augenblicke".

Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.

Artikel kommentieren

Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung
Neu in den Foren

Neu in den Leserblogs
Veranstaltungen vom 25.05.2012
Unkraut in Friedberg
Nimmt das Unkraut in Friedberg überhand?


Adressen für Ihre Gesundheit

Adressen für Ihre Gesundheit

Partnersuche