Samstag, 25. November 2017

29. März 2015 16:51 Uhr

Festival in Kissing

Keine Verschaufpause für die Tänzer

 „Mister Hill“ und seine musikalischen Gäste treiben in der Kissinger Paartalhalle das Stimmungsbarometer immer weiter in die Höhe Von Peter Stöbich

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Es war schon nach Mitternacht, als Ronny Hill in der Paartalhalle zufrieden feststellte: „Unsere monatelange Arbeit für das Band-Festival hat sich gelohnt!“ Denn mehrere hundert Zuhörer waren am Samstagabend nach Kissing gekommen, um Blues und Boogie, Funk und Soul von rund 30 erstklassigen Musikern zu genießen. Auch dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren wurde das Festival mit drei regionalen Bands zu einem Erfolg. Während des ersten Sets von „Bebof Deluxe“ war die Stimmung im Publikum noch etwas verhalten, was vielleicht auch daran lag, dass die neun Musiker in ihrem Repertoire keine eingängigen Hits hatten, die zum Tanzen animierten. Das änderte sich schlagartig, als „Mister Hill“ mit seiner Gruppe die Bühne betrat. Mit ihrer Gründung hat sich der in Amerika geborene Ronald Eugene Hill, der schon bei der Kissinger Blaskapelle Trompete spielte, einen Lebenstraum erfüllt.

Die große Stärke der Gruppe, die rasch die Paartalhalle zum Kochen brachte, ist ihre enorme Vielseitigkeit: Rhythm and Blues, Boogie, Rock-Klassiker und aktuelle Hits stehen auf dem Programm. Nicht nur zwei Sängerinnen und drei Bläser sorgen für satten Sound, sondern Ronny Hill hinter seinem Schlagzeug ist das pulsierende Energiezentrum der tollen Truppe. Auch die Arrangements und Bläsersätze schreibt er selbst und kümmert sich zudem noch um das komplette Bandmanagement.

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Beim Bandfestival gab es außer dem „Happy Birthday Blues“ für einen Gastmusiker auch den „Jailhouse Rock“ und der „Choo Choo Train“ stampfte über die Bühne. Von „Hoochie Coochie Man“ über „Proud Mary“ bis zur Instrumentalnummer „That mellow saxophone“ gönnte „Mister Hill“ den Tänzern kaum eine Verschnaufpause und trieb das nach oben offene Stimmungsbarometer kontinuierlich in die Höhe. Leider hatte jede Band nur eine knappe Stunde Zeit, um ihre besten Titel zu präsentieren.

Auch die „Soulmates“ sind den Musikfans in der Region bestens bekannt: Eine einfallsreiche Bühnenshow sowie ein vierköpfiger Bläsersatz lassen keine Langeweile aufkommen. Trotzdem wirkt es manchmal etwas befremdlich, wenn ein junger Weißer im schwarzen Anzug versucht, den Groove von James Brown zu imitieren. Aber auch die Beatles und andere Klassiker hatte die Augsburger Band im Gepäck, die erst nach Mitternacht von der Bühne durfte.

Den Anspruch „Let me entertain you“ haben alle drei Bands an diesem Abend erfüllt, auch wenn vielen Besuchern nach dreistündiger Dauerbeschallung mit gefühlten 100000 Watt der Kopf dröhnte. Organisator Ronny Hill freute sich über den Zuspruch so vieler Musikliebhaber und deutete an, dass er sich im nächsten Jahr durchaus eine Neuauflage des Festivals vorstellen können.

bei uns im Internet

Bilder vom Bandfestival gibt es unter

www.friedberger-allgemeine.de

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Schlagworte

Kissing | Amerika | James Brown

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