Wie man Kunst mit der Sprühdose produziert, lernen Dasinger Jugendliche in Workshops von professionellen Sprayern. Den Anfang machte vor Kurzem das Jugendparlament Dasing zusammen mit dem Dasinger Kunstforum. Von Daniel Schweiger

Dasing Wie man Kunst mit der Sprühdose produziert, lernen Dasinger Jugendliche in Workshops von professionellen Sprayern. Den Anfang machte vor Kurzem das Jugendparlament Dasing zusammen mit dem Dasinger Kunstforum. Die Volksschule stellte dafür eine kahle Wand auf ihrem Pausengelände zur Verfügung. Zwei Künstler der "Bunten" aus Augsburg verzierten zusammen mit Schülern der achten und neunten Jahrgangsstufe die Fläche, unter anderem mit einer "beflügelten Abschlussklasse 2010".
Eine Ausstellung aller an diesem Tag entstandenen Kunstwerke wird im Rahmenprogramm zur Paarkunst im Oktober am ehemaligen "Raiffeisenlagerhaus" ausgestellt. Am 16. Oktober sollen die Übungskurse abgeschlossen sein und das große Ereignis zur Eröffnung der diesjährigen Paarkunst-Aktion und Einweihung der Park-and-ride-Anlage kann stattfinden. Vorab können erste Eindrücke auf www.jupa-dasing.de gesammelt werden.
Nachdem der erste Workshop auf große Resonanz gestoßen ist, wird zur Vorbereitung noch ein weiterer Kurs angeboten. Dabei sollen die Sprühkünste weiter vertieft werden.
"Es ist großartig, dass die Jugendlichen durch das Engagement des Dasinger Jugendparlaments und des Streetworkers Thomas Schaffner so aktiv bei diesem Kunstereignis mitmachen", freute sich Anne Glas, Dasings zweite Bürgermeisterin und Paarkunst-Organisatorin. Die Finanzierung übernehmen die Gemeinde und das Jugendparlament. "Ohne Konzept geht nichts, wenn ein Kunstwerk entstehen soll", darauf verweist Jugendparlaments-Vorsitzender Daniel Schweiger. Dies vermittelt der Graffiti-Workshop den Jugendlichen. Unter professioneller Anleitung können die jungen Leute ihre Fähigkeiten verbessern und sich bestätigt sehen. "Den Wunsch der Sprayer, sich und ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren, darf man nicht bekämpfen, sondern man muss ihn in positive Kanäle lenken", so der Jugendparlaments-Vorsitzende Daniel Schweiger.
Diesen Ansatz unterstützt auch Dasings Bürgermeister Erich Nagl. Er hat sich zusammen mit dem Jugendparlament und dem Kunstforum Gedanken gemacht und will sich auf die Suche nach geeigneten Flächen machen. Das Raiffeisenlager am Bahnhof, in dem einmal der Jugendtreff entstehen wird und der Heimatkundliche Kreis seine Bleibe hat, soll durch ein Graffiti zum Thema "Begegnungsstätten" verziert werden. (FA)
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