Neue Baugebiete in Mering sollen zügig geplant werden, das ist das Anliegen der CSU. Sie mahnt eine zügigere Behandlung von Anfragen und Anträgen an. Merings Bürgermeister Hans-Dieter Kandler weist die Kritik zurück Von Eva Weizenegger

Im Vorfeld der Marktgemeinderatssitzung am kommenden Donnerstag macht sich in den Reihen der CSU Unmut breit. „Endlich steht nun die Entwicklung des Baulandes unserer Gemeinde auf der Tagesordnung“, sagt CSU-Ortsvorsitzender Florian Mayer. Er findet es sehr schade, dass das Repertoire im Gemeinderat nicht genutzt wird: „Wir alle setzen uns mit unseren Ideen ehrenamtlich für die Gemeinde ein und dann werden unsere Anträge und Anfragen nicht bearbeitet.“ Bereits im April vorigen Jahres forderte Mayer in der Hauptausschusssitzung, dass die Mittel für die Planungskosten von neuen Baugebieten in der nächsten Sitzung im Mai beraten werden sollten.
Im Mai mahnte die CSU an, dass über die mögliche Ausweisung neuer Baugebiete diskutiert werden solle. „Wieder ohne Erfolg“, so Mayer weiter, der damals aufgrund dieser Problematik dem Haushalt nicht zustimmen wollte. Schließlich wurde im Juni diskutiert, wobei Bürgermeister Hans-Dieter Kandler die Gemeinderäte informierte, dass er externen Rat einholen wollte, weil es ein Umlegeverfahren geben solle. Eine Sondersitzung sei vorgesehen. „Wir warten noch heute darauf“, so Mayer. Einen weiteren Anlauf in Sachen Baugebiete startete Mayer im November, als er sich im Gemeinderat bei Bürgermeister Kandler erkundigte, wann die Thematik „neue Bebauungspläne“ behandelt werde. Laut Sitzungsprotokoll stellte Kandler die Behandlung der Thematik in der Januarsitzung des Marktgemeinderats in Aussicht. Mit einem Monat Verspätung wird an diesem Donnerstag in der umfangreichen Tagesordnung der Marktgemeinderatssitzung auch die Baulandentwicklung in Angriff genommen und mehrere Möglichkeiten diskutiert.
„Wir haben doch eine Verpflichtung unseren Einheimischen gegenüber und sollten moderates Wachstum fördern“, so Florian Mayer und Georg Resch, stellvertretender Fraktionssprecher, in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Die CSU überlege ein Einheimischenmodell.
„Die Baugebiete Sankt Afra, Unterfeld und Thorey-Gelände haben uns gezeigt, dass wir nicht auf einmal große Gebiete ausweisen sollten“, hält Kandler dagegen. Erst vor wenigen Wochen sei der letzte Bauplatz in St.-Afra verkauft worden. Zudem habe er sehr wohl an weitere Baugebiete gedacht. „Ich erinnere daran, dass wir östlich der Luisenstraße ein kleineres Gebiet ausweisen wollten, was einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hat“, berichtet Kandler. Er kritisiert an den Vorwürfen der CSU: „Nicht immer nur plakativ fordern, sondern auch konkrete Ansätze liefern.“ So habe es bislang vonseiten der CSU noch keine Aussage zum geplanten Umlegeverfahren gegeben. „Wie stellt sich das die CSU für Mering vor?“, fragt Kandler.
Resch und Mayer üben weitere Kritik. „Wir haben in mehreren Bereichen Transparenz angemahnt, die uns bislang verwehrt wurde.“ So fehlten immer noch die Abrechnungen der Kosten für die Bücherei, für die Eduard-Ettensberger-Halle und der Ei-Skulptur am Badanger. „Ich meine hier nicht die Kosten für den Kauf, sondern für den Sockel, den Transport und die Reparatur des Eis“, mahnte Resch an.
Kandler dazu: „Wir sind ein offenes Rathaus, die Gemeinderäte haben die Möglichkeit, sich zu informieren.“ Es sei jederzeit für die Mitglieder des Rechnungsprüfungsausschusses möglich, in die Abrechnungen Einsicht zu nehmen.
Die nächste Marktgemeinderatssitzung findet am Donnerstag, 23. Februar, um 19.30 Uhr im Sitzungssaal der Mehrzweckhalle statt.
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