Donnerstag, 18. Januar 2018

26. Oktober 2013 00:51 Uhr

Premiere

Neons und die Physiker

Das neue Nachwuchsensemble stellt sich am 15. November im Dachtheater in Mering vor. Das 40. Stück des Neuen Theaters Mering ist ein Klassiker

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„Die Dramatik kann den Zuschauer überlisten, sich der Wirklichkeit auszusetzen, aber nicht zwingen, ihr standzuhalten oder sie gar zu bewältigen.“ (Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt)

Mering Dass es durchaus mehrerer Proben bedarf, bis klar ist, wie man sich richtig auf einer Stuhllehne aufstützt oder wie man am besten nicht vorhandene Suppe aus einer Schüssel schöpft, ist dem Laien am Premierenabend zunächst nicht bewusst. Doch genau darüber diskutieren die Regisseurinnen des Neuen Theaters Mering (NTM), Simone Seitz und Jenifer Losanno, gerade mit den Nachwuchsschauspielern Andreas Lehm und Anna Eberl. Insgesamt 15 Jugendliche proben derzeit im Dachtheater in der Schlossmühle „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt. Noch sind Simone Seitz und Jenifer Losanno sehr damit beschäftigt, an den Feinheiten des Stücks zu feilen.

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Altersspanne bei der Kindergruppe

Mit den Physikern stellt sich die neueste Gruppe des Meringer Theaters vor – die NTM-Neons. Sie gingen hervor aus der Kindergruppe NTM-Kids. „Die Altersspanne bei der Kindergruppe war einfach zu groß und deshalb entschieden wir uns im Verein, dass wir mit den Jugendlichen ein eigenes Ensemble gründen“, erklärt Jenifer Losanno.

Dem Alter entsprechend wurde mit Dürrenmatts Physiker nun auch ein anspruchsvolles Stück ausgewählt. „Da die Handlung weder vom Bühnenbild noch von den Kostümen lebt, sind die Schauspieler gefordert und müssen ihr ganzes Können zeigen“, erklärt Simone Seitz. Deshalb legt sie viel Wert auf jede Nuance der jeweiligen Rolle.

Der Spot lenkt den Blick wieder zur Bühne. Es ist die achte Szene: Anna, als der Physiker Newton, sitzt am Tisch und löffelt eine imaginäre Suppe aus der Porzellanschüssel. „Mhm, schau ich jetzt auf den Schöpflöffel, zum Publikum oder doch besser zu Möbius?“, fragt sie. „Ich glaube, wir sollten das mal mit Wasser versuchen, dann klappt das besser“, schlägt Jenifer Losanno vor. Andreas Lehm als Möbius weiß nicht so recht, wohin mit seinen Händen.

„In der Hosentasche sind sie eindeutig zu lässig und einfach nur so runterhängen sollen sie ja auch nicht“, sind sich Schauspieler und Regisseurinnen einig. „Probier doch mal, dich auf der Stuhllehne aufzustützen“, kommt schließlich von Simone Seitz. Schon besser – so wird’s gemacht.

Da tritt Julian Hirsch als Einstein mit seiner Tabakspfeife auf die Bühne. Ein Schlagabtausch folgt und schon ziehen er und Newton ihre Revolver hervor. Die Spannung steigt, doch irgendwie bricht sie ab. „Ja, wohin jetzt mit meiner Pfeife?“, fragt sich Julian. Er einigt sich mit den Regisseurinnen darauf, dass er sie am besten ganz weg lässt, um die Spannung, die beim Streit zwischen Newton und Einstein aufkommt, nicht zu gefährden.

Im Publikum sitzen weitere Ensemblemitglieder. Sie lachen, ratschen und essen Chips. Die Atmosphäre ist locker. Trotzdem wissen die übrigen, die auf ihren Einsatz warten, wann es besser ist, leise zu sein. Da brauchen Simone Seitz und Jenifer Losanno sie gar nicht erst zu ermahnen. „Alle sind mit dem nötigen Ernst bei der Sache, können ihren Text und lernen ihn richtig gut“, sagt Simone Seitz. Das sei aber auch die Grundvoraussetzung, um überhaupt bei den Neons mitmachen zu können. „Die Jugendlichen müssen da ganz schön was bewältigen neben Schule und Sportterminen“, sagt Simone Seitz.

„Noch mehr zum Publikum, noch direkter“

Julian tritt nach vorne auf die Bühne, er soll einen längeren Text sprechen. „Noch mehr zum Publikum, noch direkter“, fordert ihn Simone Seitz auf. Er wiederholt die Passage noch einmal und noch einmal. „Das ist jetzt viel besser“, sagt Jenifer Losanno und hebt den Blick vom Textbuch. Die Szene ist durch.

Die Neons sind gespannt auf die Premiere, die am Freitag, 15. November, zu sehen ist. Es ist ja nicht nur das neue Stück, das sie spielen, es ist das 40. in der Geschichte des Neuen Theaters Mering und für das Ensemble selbst ein Anfang in der neuen Theatergeschichte.

Termine Die Premiere ist am Freitag, 15. November. Weitere Termine sind Sa, 16. November, Freitag und Samstag, 22. und 23. November, jeweils um 19 Uhr im Dachtheater in der Schlossmühle (4. Stock, Aufzug vorhanden). Karten sind erhältlich bei Modellbau Colditz in Mering oder bei Familie Lehm/Wildner,

Telefon 08233/2144049.

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Ein Artikel von
Eva Weizenegger

Friedberger Allgemeine
Ressort: Lokalnachrichten Friedberg


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