Mering (glb) - Ein Mann will er werden. Dass das gar nicht so einfach ist, hat Nepo Fitz in seinem ersten Soloprogramm "Pimpftown" verarbeitet. Zum Meringer Kunst- und Kulturfrühling gastierte er jetzt in der Marktgemeinde. Von der ersten Minute an bewies der Sohn von Lisa Fitz, dass er es auch allein kann.


Bühnenerfahrung konnte er zusammen mit seiner Mutter in Programmen wie "Alles Schlampen außer Mutti" sammeln. Das Meringer Publikum war begeistert, obwohl einige eingemeindete Nordlichter Schwierigkeiten mit dem niederbayerischen Dialekt hatten.
In Eggenfelden, wo er herkommt, hatte er mit dem Mannwerden gleich mehrere Probleme: Die Hip-Hopper auf dem Real-Parkplatz, geistig minderbemittelte Muskelprotze aus dem Fitnesscenter oder Drive-in Abonnenten. Auf dem platten Land vollzieht sich der Schritt zum Erwachsenendasein in drei Schritten: Der erste Rausch, der Führerschein, und schließlich der erste Unfall mit Führerschein wegen des Rauschs. Das konnte es wohl nicht sein. Seine brennenden Fragen "Wer bin ich? Was will ich werden? Wie will ich leben?", waren da nicht zu beantworten.
Mit 16 kam die rettende Idee: Schüleraustausch. Er kam nach Mannheim, nicht in das am Rhein, sondern in den gleichnamigen Ort in Pennsylvania mit 500 Einwohnern. Und vom Regen in die Traufe. Das Landleben in Amerika unterschied sich durch nichts von Eggenfelden. Selbst den Real-Parkplatz und die Hip-Hopper schienen ihn zu verfolgen. Da half dann nur noch eines: München. Aber auch das hat der 27-Jährige inzwischen hinter sich - und die drei Fragen sind immer noch nicht beantwortet.
Der mehrfach mit Kabarettpreisen ausgezeichnete Nepo Fitz riss die Meringer Zuschauer zu Beifallsstürmen hin. Auf die Zugabenforderungen meinte er. "Mehr habe ich noch nicht erlebt." Gott sei Dank ist ihm dann doch noch etwas eingefallen.
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