Dienstag, 6. Dezember 2016

13. Dezember 2013 12:45 Uhr

Kreistagswahl

Patrick Kügle geht für FDP ins Rennen

Die Liberalen küren parteilosen Politikwissenschaftler zum Landratskandidaten

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Aichach-Friedberg Die vergangene Land- und Bundestagswahl war für die FDP eine herbe Niederlage, nun will sie auf kommunaler Ebene wieder angreifen: Auf der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Aichach-Friedberg entschieden sich die Liberalen einen eigenen Kandidaten für das Amt des Landrats aufzustellen. Mit 16 Ja-Stimmen und einer Enthaltung wählten sie den parteilosen Patrick Kügle zu ihrem Spitzenkandidaten. Der 35-Jährige war der einzige Bewerber um die Kandidatur. Drei Jahre lang leitete Kügle das Aichacher Wahlkreisbüro des ehemaligen FDP-Bundestagsabgeordneten Erwin Lotter. Zu Sitzungswochen war er auch in Berlin. Zurzeit sucht er nach neuer Arbeit.

„Ich will einen Politikstil, der Ideen des menschlichen Zusammenlebens fördert und nicht behindert, der unsere Zukunft gestaltet und nicht verwaltet“, erklärte Kügle in der Versammlung. Im Gegensatz zu anderen Parteien stelle die FDP den Menschen in den Mittelpunkt. Sie wolle ihn nicht überwachen und misstrauisch beäugen. Kügle ist die Eigenverantwortung des Einzelnen für sich und für die Gesellschaft wichtig: „Ein Staat, der den Bürgern Verantwortung abnimmt, wird scheitern.“ Als Landrat will er vor allem im sozialen Bereich Veränderungen herbei führen: Er möchte privatwirtschaftliche Initiatoren und Träger in der Pflege, der Jugend- und Behindertenhilfe fördern und sie öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen gleichstellen. Hierbei kritisiert er vor allem die hohen bürokratischen Hürden und Auflagen für solche private Projekte. Soziales Engagement möchte Kügle belohnen, etwa in Form von Preisen, Wettbewerben und landkreisweiten Aktionstagen.

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Die Kreisfinanzen spielen für ihn ebenfalls eine zentrale Rolle. Die großen Investitionen in den Schulbau und in die Krankenhäuser hält er zwar für richtig, aber: „Trotzdem haben diese Projekte den Kreishaushalt finanziell belastet.“ Daher will er alle Ausgaben zukünftig auf den Prüfstand stellen. Man müsse den Mut haben, teure Projekte auch mal abzulehnen: „Es wurde viel in Beton investiert. Ich möchte lieber in Ideen investieren.“ So gelte es etwa, Senioren in die Gesellschaft zu integrieren.

Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt Kügle, dass er bisher noch kein politisches Amt ausgeübt hat. Aber als Lotters Mitarbeiter habe er viel von der Kommunalpolitik mitgekommen. Zudem hat er in Augsburg und Berlin Politikwissenschaften und politisches Management studiert. Die Spitze des Kreisverbandes sei an ihn herangetreten und habe mit ihm über die Kandidatur gesprochen. Zurzeit plane er zwar nicht, FDP-Mitglied zu werden, identifiziere sich aber mit den liberalen Zielen. Auch wenn viele die FDP schon abgeschrieben hätten, gibt sich Kügle zuversichtlich und rechnet sich gute Chancen aus: „Wir sind nicht die Asche, wir sind das Feuer.“

Die FPD Aichach-Friedberg stellt mit Erwin Lotter und Ludwig Hainziger zurzeit zwei Kreisräte.

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