Sonntag, 24. September 2017

05. Juli 2011 12:00 Uhr

Jubiläum

Prachtvoll oder filigran wie eine Perlenkette

Umjubeltes Konzert mit Peter Schnur an der Metzler-Orgel Von RIEM

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Anhand des kontrastreichen Programms machte der Organist der Kirche St. Jakob, Peter Schnur, die klangliche Vielseitigkeit der Metzler-Orgel hörbar.
Foto: Rieger

Friedberg Das Auditorium füllte nahezu den gesamten Kirchenraum in der Friedberger Stadtpfarrkirche St. Jakob. Es hörte und sah einen musikalisch stimmigen Vortrag an der Metzler-Orgel, die mit ihren Klangfarben vieles zu bieten hat. Zehn Jahre erklingt die Orgel nun schon in St. Jakob und Organist Peter Schnurs Wissen um die Möglichkeiten der Orgel ist umfassend und manifestiert sich in seinem Spiel. Er entlockte dem Gerät seine gesamte Palette der Farben, er wusste Register zu differenzieren, um Originalität der Klänge zu erzeugen.

Seine Beherrschung des Instrumentes, feinfühlige Interpretation der Werke, virtuose Passagen und der Klangreichtum der Orgel machten das Konzert zu einem besonderen Erlebnis. Von Henry Mulets „Carillon-Sortie“ über den Bach-Eleven Krebs bis zu Bach und Duruflé konnte das Publikum den Organisten auf einer Leinwand „beobachten“ und zeigte sich begeistert: „Endlich sieht man, was ein Organist leistet.“

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Organist der feinen Töne

Den Anfang dieses visuellen Konzerts bildete die wirkungsvolle „Carillon-Sortie“ von Henry Mulet, dem einstigen Kapellmeister in Sacre Coeur de Montmartre. Mit diesem Orgelwerk, das sein Motiv vom Glockengeläut der Kirchen nahm, schuf Peter Schnur ein herrliches Klangbild, das dennoch „französisch“ weich klang. Krebs war einer der fleißigsten Schüler von J.S. Bach und seine Werke werden heute wieder gerne zu Gehör gebracht. So stellt sein Trio C-Dur eine Abwandlung von Motiven dar. Nicht weniger virtuos die „Fantasia sopra – Jesu Christ, Dich zu uns wend“, Schnur nutzte die 40 Register der Orgel zu ganz neuen Klangbildern. Der Organist der feinen Töne fügte sie wie Perlen aneinander und entwickelte daraus ein filigranes Klangbild der ruhigen und besonnenen Art. Zwei weitere Stücke des Bachschülers waren zu hören.

J. S. Bachs Toccata in d-Moll, ursprünglich für Klavier komponiert, wurde von dem Organisten auf die Orgel transponiert. Schnur badete förmlich in dem prachtvollen Klang der Orgel. Über dieser Lust an der instrumentalen Farbe ging das Gefühl für die Rhetorik des Stücks etwas verloren.

Maurice Duruflé gewann seine Musiksprache aus der französischen Tradition; sie ist getragen von einer ausgefeilten Kompositionstechnik und von leiser Melancholie durchdrungen. Für seine Suite op. 5 (1934) schwebte Duruflé eine große symphonische Orgel vor. Diesem Stil folgte die Orgel ebenso.

Der begeisterte Beifall wurde durch etwas belohnt, was so schnell nur Peter Schnur kann: Auf Zuruf des Publikums eine zehnminütige Improvisation über „Großer Gott wir loben Dich“ – atemberaubend, umwerfend. Danach Ovationen im Stehen! (riem)

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