Mittwoch, 24. Mai 2017

19. Mai 2017 05:31 Uhr

Debatte in Kissing

Reiter in Kissing trainieren auf Schwarzbauten

Das Gremium weigert sich, die bereits errichtete Anlage, nachträglich zu genehmigen.

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Schon seit Jahren trainieren Reiter in Kissing auf einem Reitplatz, für den es überhaupt keine Genehmigung gibt.
Foto: Jochen Lübke/dpa (Archiv)

Wer den Mergenthauer Weg in Kissing entlang fährt, kommt direkt an dem Reitplatz und dem benachbarten Longierzirkel vorbei. Doch für diese Anlagen fehlt eigentlich die nötige Genehmigung. Der Kissinger Bauausschuss befasste sich nun mit einer nachgereichten Bauvoranfrage. Doch bis auf Bürgermeister Manfred Wolf verweigerten alle Mitglieder des Bauausschusses das gemeindliche Einvernehmen.

Die Anlagen befinden sich innerhalb eines Bebauungsplans als „Sport- und Freizeitgelände“. Nach Ansicht des CSU-Fraktionssprechers Franz-Xaver Sedlmeyr wäre für die Genehmigung eine Änderung dieses Bebauungsplans nötig. Denn Reitplatz und Longierzirkel befinden sich außerhalb der festgesetzten Baugrenzen. „Das können wir nicht einfach so genehmigen“, stellte er fest.

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Seiner Ansicht schloss sich Grünen-Sprecherin Katrin Müllegger-Steiger an. Sie ärgerte sich auch über die Vorgehensweise, einfach zu bauen und sich dann erst die Genehmigung zu holen. „Da ist jeder der Depp, der noch einen Antrag stellt. Wenn wir zustimmen sagen wir doch, das Vorgehen ist in Ordnung“, kritisierte sie. Ähnlich positionierten sich auch Wolfgang Hörig (FWG) und Peter Wittka (SPD).

Der Antragsteller hatte im Bauausschuss nur einen Fürsprecher. „Ich bin da ganz anderer Meinung“, sagte Bürgermeister Manfred Wolf. Das Vorhaben passe gut in ein Sport- und Freizeitgelände. Hätte man die Pläne damals schon gekannt, hätte man die Festsetzungen im Bebauungsplan gar nicht so gemacht. „Wenn das hier nicht zulässig ist, wo denn dann?!“, fragte er. Mit 1:8 Stimmen verweigerte der Bauausschuss das gemeindliche Einvernehmen. Die Voranfrage geht nun ans Landratsamt als Genehmigungsbehörde.

lHundepark Schwierigkeiten gibt es auch für den Hundepark, den – nicht weit entfernt – die neuen Pächter des Reitparks Mergenthau planen. Es handelt sich dabei um ein eingezäuntes Gelände mit Schutz- und Ruhehütte sowie Unterständen. Dort sollen unter anderem Welpen-Kurse und auch Einzeltraining mit Hunden stattfinden. Noch in der Beschlussvorlage beurteilte die Verwaltung das Vorhaben als zulässig. Doch in der Sitzung hatte Bauamtsleiter Alfred Schatz nach einem Gespräch mit dem Landratsamt neue Informationen. Ganz Mergenthau gelte als Außenbereich und die geplante Anlage sei nicht zulässig. Dazu müsste der Gemeinderat erst einen entsprechenden Bebauungsplan aufstellen. Das stieß im Bauausschuss auf Unverständnis und die Mitglieder erteilten mit 8:1 Stimmen dennoch das gemeindliche Einvernehmen.

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Gönül Frey

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