Es geht um einen hohen sechsstelligen Betrag. Doch über einen Ersatzstandort wird weiter verhandelt. Von Andreas Schmidt

Die "Sau in der Au" beschäftigt weiter die Justiz. Vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof, der im Vorjahr die städtische Planung für ein Erholungsgebiet "einkassiert" hat, ist zwar das letzte Wort gesprochen. Nun ist das Landgericht Augsburg gefragt. Dort haben die drei Landwirte, die eigentlich schon 2007 einen Aussiedlerhof mit Schweinemast in der Friedberger Au errichten wollten, eine Schadensersatzklage gegen die Stadt Friedberg eingereicht. Veranschlagt wurde ein Schaden im hohen sechsstelligen Bereich. Dies bestätigen gegenüber unserer Zeitung Friedbergs Bürgermeister Dr. Peter Bergmair, der städtische Kommunalreferent Wolfgang Basch wie auch Anwalt Leopold Thum (München), der die Landwirte vertritt. Unabhängig von der Schadensersatzfrage werden die Verhandlungen über einen vom Stadtrat erhofften Ersatz-Standort für den Aussiedlerhof weitergeführt.
Beide Seiten wollen Klarheit bis März. Dann möchte Bürgermeister Bergmair im Stadtrat in nicht öffentlicher Sitzung das möglicherweise vorliegende Verhandlungsergebnis zur Abstimmung stellen. Sache der Stadtratsmitglieder ist es dann, ob sie den ausgehandelten Bedingungen für einen Standortwechsel zustimmen.
Im Gegensatz zu den Grundstücksverhandlungen sind der Stadt bei der Schadensersatzklage die Hände gebunden. Die Haftpflichtversicherung, die auch gegebenenfalls für den Schaden aufkommen müsste, wird in diesem Fall die Verhandlungen anstelle der Stadt führen. Bis ein Urteil gesprochen wird, könnten zwei bis drei Jahre vergehen, sagt Anwalt Thum voraus.
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