Der Großeinsatz der Feuerwehren und Rettungsdienste in Kissing verhindert einen hohen Sachschaden. Schüler bleiben jedoch unverletzt.

Bauarbeiter hatten auf dem Dach des Mittelbaus hantiert und die Bitumenschicht aufgebracht, als ein Teerofen zu brennen begann. Sofort wurden die Feuerwehren und Rettungskräfte des Landkreises informiert. „Bei einem Brand in einer Schule herrscht höchste Alarmstufe, deshalb rücken wir mit vielen Einsatzkräften an“, sagt Kreisbrandrat Ben Bockemühl. Mit der Drehleiter und Löschschaum ging die Feuerwehr Mering vor, während Kollegen aus Kissing über das Gerüst und zum Dach gelangten. Unterstützt wurden sie von der Feuerwehr Hörmannsberg.
Nach Angaben der Polizeiinspektion Friedberg gab es durch den Brand lediglich eine starke Rauchentwicklung. Das Dach hat den Brand, so weit es gestern die Untersuchungen ergaben, ohne Schaden überstanden. Ein Bauarbeiter zog sich eine leichte Rauchvergiftung zu. Zwei Schülerinnen hatten die Aufregung nicht verkraftet und erlitten eine leichte Kreislaufschwäche. Die Mädchen und der Bauarbeiter wurden von den Rettungskräften des Roten Kreuzes und der Berufsfeuerwehr Augsburg versorgt. Das BRK sowie die Wasserwacht Mering kümmerten sich auch um die Schüler, die auf dem Freigelände den Einsatz verfolgten.
„Zum Glück befanden sich bis auf eine kleine Schülergruppe, die auch noch in einem anderen Gebäude untergebracht war, alle Kinder in der Pause“, ist Schulleiter Staffler erleichtert.
Wie Polizeioberkommissar Andreas Schmaus weiter berichtet, verlief die Evakuierung der Schüler vorbildlich. Auch Kreisbrandrat Bernd Bockemühl, seine Kollegen Kreisbrandinspektor Franz Hörmann und der Kissinger Feuerwehrkommandant Bernd Fabian loben die Schüler und Lehrer: „Man merkt, dass die Feueralarmübungen einen Sinn haben.“
Bürgermeister Manfred Wolf ist vor allem froh, dass den Kindern und Lehrer nichts passiert ist: „Es hat sich gezeigt, dass es richtig war, in eine hochwertige Isolierung zu investieren, deren Qualität sogar über die Brandschutzbestimmungen hinaus geht.“ Er dankt auch den Feuerwehren und Einsatzkräften. „Durch ihre Umsicht haben sie verhindert, dass die Löscharbeiten nicht auch noch für einen großen Wasserschaden am Dach gesorgt hatten.“
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