Montag, 22. Januar 2018

12. September 2011 10:00 Uhr

Halbmarathon

Schwitzen auf der Durststrecke

Knapp 1200 Läufer messen sich mit der Hitze und dem Friedberger Berg und setzen dabei neue Maßstäbe. Richard Negele und Petra Stöckmann gewinnen

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Friedberg Im Vergleich zu den Vorjahresrennen war der 9. Friedberger Halbmarathon ein Lauf der Rekorde: Noch nie war es so heiß und noch nie liefen so viele Teilnehmer mit wie dieses Mal. Und: Noch nie hatten die Läufer so großen Durst. Etwa 15000 Becher Wasser gaben die Streckenposten an die Sportler aus. Der Temperatur von 26 Grad war es auch geschuldet, dass in diesem Jahr etwa 70 Läufer weniger als im Vorjahr die volle Distanz zurücklegten, vermutet Organisator Helmut Schamberger. „Wir freuen uns aber, dass wir trotz der Hitze keine nennenswerten Zwischenfälle hatten“, sagte er.

Dass es anstrengend war, war vielen der Läufer spätestens ab der zweiten Runde ins Gesicht geschrieben – wenn sie diese denn antraten. Bürgermeister Dr. Peter Bergmair etwa bog, wie knapp 160 andere Läufer, bereits nach der ersten Runde im Zieleinlauf nach links ab und damit in die Auslaufzone. Nach 29:54 Minuten kam er an und erreichte damit den 47. Platz in der Fünf-Kilometer-Wertung. Sein Amtskollege aus der Partnerstadt Völs, Bürgermeister Dr. Arno Kompatscher, brachte es auf zehn Kilometer. „Wir sind in Südtirol ja stolz auf unsere Berge, die Dolomiten“, sagte er bei der Siegerehrung. „Der Friedberger Berg ist aber auch nicht ohne“, gestand er mit einem Augenzwinkern ein.

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Mit im Läuferpulk nach oben schafften es auch Pauline und Ilias Otto aus Friedberg. Sie waren die beiden jüngsten Teilnehmer. Während die acht Jahre alte Pauline immerhin auf eigenen Füßen nach oben lief, kam ihr drei Jahre alter Bruder noch in den Luxus, im Kinderwagen geschoben zu werden. Die Ottos hatten jedoch nicht nur die jüngsten Kinder dabei, sondern waren zugleich auch eine der größten Familien, die angetreten waren: Zu fünft legten sie jeder fünf Kilometer zurück – dafür gab es danach im Biergarten vor der kleinen Halle ein Brathendl.

Knapp 5000 Zuschauer hatten sich heuer an der Strecke postiert und die Läufer angefeuert, so die ersten Schätzungen der Stadt. „Wie viele es genau sind, das wissen wir nicht. Aber es waren mehr als je zuvor“, so Pressesprecher Frank Büschel.

Ebenfalls rekordverdächtig ist die Menge an Obst, die für die Läufer nach und während des Rennens bereitstand: Knapp eine Tonne Äpfel, Zwetschgen, Weintrauben und Nektarinen hatten Thomas Rupprecht und Hildegard Leinauer von der Stadt Friedberg am Morgen in Plastikschalen portioniert. Weitere zehn Kisten Bananen – teils in mundgerechte Häppchen geschnitten – standen entlang der Strecke bereit. Die waren dieses Mal allerdings weitaus weniger gefragt. Im Gegensatz zum Wasser: „Die Läufer haben in diesem Jahr gesoffen wie noch nie“, verkündete Büschel, bei der Siegerehrung. Kein Wunder, es war ja auch eine „Prügelhitze“ – wie Büschel es nannte.

Als Erste ins Ziel schafften es der Friedberger Richard Negele mit 1:17:13 Stunden und die Meringerin Petra Stöckmann mit 1:31:15 Stunden. »Sport Seite 7

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Viele Bilder vom Friedberger Halbmarathon unter

friedberger-allgemeine.de

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