Montag, 24. Juli 2017

19. November 2014 00:34 Uhr

Auftritt

So schmeckt die Poesie

Dagmar Rohde und Thomas Schlagowski mit Musik und Gedichten Von Heike Scherer

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Zwei italienische Abende mit „Poesie auf Eis“ standen im Tutti Frutti am Friedberger Marienplatz auf dem Programm. Die Zuhörer genossen eine der zahlreich angebotenen Eiskreationen und lauschten den Gedichten, improvisierten Solostücken auf der Gitarre und Liedern in deutscher, englischer und italienischer Sprache.

Vor eineinhalb Jahren hatten sich Dagmar Rohde aus Friedberg und Thomas Schlagowski aus Merching über eine Annonce gefunden und treten seitdem als Duo Meerbaum & Saitenwind in der Region auf. Durch ihre Gesangs- und Sprechausbildung versteht es Rohde, die Zuhörer mit eigenen und fremden Gedichten oder einfühlsamen Liedern in ihren Bann zu ziehen.

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Zuschauer können über Gehörtes nachdenken

Schlagowski lässt jedem Gedicht ein passendes selbst geschriebenes ruhiges Stück oder einen Blues auf der Gitarre folgen, damit die Zuhörer noch über das gerade Gehörte nachdenken können. Auch die Servicekräfte hörten gespannt zu und applaudierten nach den bekannten Liedern „Buona sera, signorina“ und „Nel blu dipinto di blu (volare)“, die Dagmar Rohde vortrug.

„Ich lebte und arbeitete zwei Jahre in Italien“, erzählte sie vor ihrem Auftritt. Passend zum Herbst rezitierte sie „Hoher Herbst“ von Karl Krolow und „Herbstbild“ von Friedrich Hebbel. Auch Liebesgedichte, wie das von Wolf Wondraschek, oder Frida Kahlos „Brief an Diego“ nimmt sie gerne in ihr Repertoire auf. Für diesen Abend hatte sie die italienischen Gedichte von Tonio Guerra und Alda Fiorini, „La mia donna“ und „E più facile ancora“ („Meine Frau“ und „Es ist noch einfacher“) ausgesucht, die sie zuerst im Original und dann auf Deutsch vortrug.

Auch sechs eigene Gedichte las Dagmar Rohde vor, für Gastwirt Giordano hatte sie eines verfasst, um an den beiden Abenden bei ihm auftreten zu dürfen. Besonders gut gefielen den Gästen Eva Strittmatters Gedicht „Freundschaft“, das Dag-mar Rohde gerne Freunden mitbringt, und Kurt Tucholskys „Das Ideal“, das ihr Vater für sie entdeckt hatte. Sehr viel Applaus erhielt das Duo für Ed Sheerans Song „And I see Fire“ aus dem zweiten Teil des Hobbit-Films, den sie erst vor drei Monaten einstudierten. (hese)

Am Sonntag, 23. November, treten Meerbaum & Saitenwind um 16 Uhr im Augsburger Café Samocca auf, am 8. Februar sind sie um 11 Uhr im Bürgertreff Hochzoll zu hören. Nähere Informationen unter www.meerbaumundsaitenwind.de.

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