Mittwoch, 17. Januar 2018

08. Januar 2018 20:05 Uhr

Mering

Sozialbau: Die ersten Mieter sind schon drin

Die Wohnbau GmbH errichtet an der Wendelsteinstraße in Mering zwei neue Gebäude. Insgesamt entstehen 23 Wohnungen. Wer dort einziehen darf.

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An der Wendelsteinstraße in Mering entstehen 23 Sozialwohnungen.
Foto: Philipp Schröders

Ein junge Frau bringt einen Müllsack zu den großen Tonnen, die noch provisorisch neben dem Gebäude stehen. Seit Dezember wohnt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in dem neuen Haus an der Wendelsteinstraße in Mering. Dort errichtet die Wohnbau GmbH zurzeit zwei Gebäude mit Sozialwohnungen. In dem einen sind bereits sieben Wohnungen in den oberen zwei Geschossen belegt. „Uns gefällt es sehr gut“, sagt die junge Frau. „Die Nachbarn sind alle sehr nett.“

Noch sieht das Areal nach einer Baustelle aus. Das westlich gelegene Gebäude ist eingerüstet. Die Außenflächen bis jetzt nicht hergerichtet und der Fahrstuhl des Hauses, das bereits bewohnt ist, wird erst in Betrieb genommen. Max Rössle, Geschäftsführer der Wohnbau GmbH, denkt aber, das die restlichen Mieter bald einziehen können. Im angrenzenden westlichen Haus lebt noch niemand. Es soll im März fertiggestellt werden. Insgesamt stehen dann in beiden Gebäuden 23 Wohnungen zur Verfügung. Rössle sagt, dass es nicht schwierig war, Mieter zu finden. Die Warteliste sei lang. Wer einziehen will, braucht einen Wohnberechtigungsschein vom Landratsamt. Den erhalten Menschen, die eine bestimme Einkommensgrenze nicht überschreiten. Bei einem Paar liegt die Grenze beispielsweise bei 18000 Euro pro Jahr.

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Laut Rössle haben Nachbarn bei sozialen Wohnbau-Projekten oft Bedenken. „Da ziehen nur Asylbewerber und Hartz-IV-Empfänger ein, heißt es. Das stimmt aber nicht. Es geht auch um die Mitte der Gesellschaft“, sagt er. Viele Menschen, die einen Job haben, können sich keine Wohnung in Mering leisten. Die Marktgemeinde gehört zum Einzugsgebiet der Metropole München. Wohnraum ist sehr gefragt. Die Bewohner in den Gebäuden bilden laut Rössle einen „Querschnitt der Gesellschaft“. Die Wohnungen in der Wendelsteinstraße sind bis zu 90 Quadratmeter groß, also auch für Familien geeignet. Zwei werden an Schwerbehinderte vermietet, die sich weitgehend selbst versorgen können, aber von Mitarbeitern des Fritz Felsenstein-Hauses in Königsbrunn betreut werden.

Die Mieter zahlen zwischen fünf und sieben Euro pro Quadratmeter. Beispielsweise wird eine 55 Quadratmeter-Wohnung im Erdgeschoss zukünftig für 275 Euro ohne Heizkosten vermietet. Rössle schätzt, dass sonst in Mering etwa das Doppelte verlangt wird.

Der Geschäftsführer sagt: „Uns ist es wichtig, eine ansprechende Architektur zu verwirklichen.“ Er führt durch die Wohnungen im Erdgeschoss, die noch fertigstellt werden. Der Aufbau ist großzügig geplant, alle sind barrierefrei und das ganze Gebäude ist nach einem Standard gebaut, der einen geringen Energiebedarf sichert. „Wir stehen den Angeboten von vielen Baufirmen in nichts nach“, sagt Rössle. 4,2 Millionen Euro sind investiert worden.

Der Außenbereich muss noch hergerichtet werden. Eine Tiefgarage gibt es nicht. Stellplätze werden neben und zwischen den Gebäuden eingerichtet. Zudem soll noch ein großer Gemeinschaftsbereich mit Sitzplätzen und Kinderspielplatz geschaffen werden. Rössle sagt, dass die Verwirklichung des Projekts nicht einfach war. Früher standen auf dem Grundstück zwei alte Mehrfamilienhäuser der Wohnbau GmbH, deren Renovierung sich nicht mehr rechnete. Also ließ die Gesellschaft sie abreißen. Doch die neuen Pläne sorgten bei den Anwohnern für Aufregung. Schließlich fand man einen Kompromiss. Unter anderem wurden die Eingänge von der Nord- auf die Südseite verlegt. Auf diese Weise verringerte sich auch die Fläche für die Zugangswege.

Unterm Strich bildet Mering mit 170 Wohnungen den stärksten Standort der Wohnbau GmbH im Landkreis. Auch an der Kissinger Straße und Schwägerlstraße wird zurzeit gebaut. Laut Rössle laufen zudem die Planungen für die Wendelsteinstraße weiter. Östlich der neuen Gebäude sind zwei weitere Häuser mit 14 Wohnungen in Besitz der Gesellschaft. Auch hier soll in Zukunft neu gebaut werden.

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Ein Artikel von
Philipp Schröders

Friedberger Allgemeine
Ressort: Lokalnachrichten Friedberg


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