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11. März 2010 18:35 Uhr

Friedberg

Stadtwächter und Steinmetz kommen zu Plakatehren

Einen friedlichen Werbefeldzug muss Friedberg bestreiten, um viele Besucher zum Altstadtfest im Juli zu locken. Dafür schickt die Stadt zwei altgediente Kämpen voran. Sie sind auf Plakaten und Prospekten die diesjährigen Werbeträger. Von Andreas Schmidt

Friedberg. Einen friedlichen Werbefeldzug muss Friedberg bestreiten, um vom 9. bis 18. Juli möglichst viele Besucher zum Altstadtfest "Friedberger Zeit" zu locken. Dafür schickt die Stadt zwei altgediente Kämpen voran: Den Stadtwachenkommandanten Wolfgang Karlshöfer und Steinmetz Franz Seidl. Sie sind auf Plakaten und Prospekten die diesjährigen Werbeträger des Altstadtfestes.

Dessen Cheforganisator Frank Büschel ist vollauf zufrieden mit der getroffenen Wahl. Stadtwächter Karlshöfer steht für ihn stellvertretend für alle, die mit großer Freude und Hingabe an dem Fest mitwirken. Auf dem Plakatbild lacht Karlshöfer über beide Ohren beim Einzug zum Fest 2007. Damals trug er seinen zweijährigen Enkel Kilian auf dem Arm hinein in die "Friedberger Zeit". Diesmal feiert Kilian während des Altstadtfestes seinen fünften Geburtstag. Aus seinem drei Jahre alten maßgeschneiderten Mini-Stadtwachengewand ist er längst herausgewachsen. Ob er sich diesmal neu einkleiden lässt, wie es sich sein Opa wünschen würde, ist eher fraglich.

Wolfgang Karlshöfer selber hat sich vorgenommen, das Stadtwachen-Dasein noch einmal richtig zu genießen - und zwar zum letzten Mal. Denn beim nächsten Fest im Jahr 2013 ist er über 60 Jahre alt. Zuvor will er einem Jüngeren die Standarte der Wache übergeben. Dass nun die Stadt Friedberg mit ihm für die "Friedberger Zeit" wirbt, ist für Karlshöfer "ein Wahnsinn": "Eine größere Freude hätte man mir gar nicht machen können."

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Auch Steinmetz Franz Seidl stimmt mit ein: "Ja freilich habe ich mich gefreut." So hat der Steinbildhauermeister auch schon das Plakat in seiner Rinnenthaler Werkstatt aufgehängt. Das Foto zeigt Seidl, wie er vor dem Rathaus an einem "Kniefall" meißelt. Für Abteilungsleiter Büschel verdeutlicht dieses Plakat, mit welcher Hingabe die historischen Handwerker am Werke sind.

Kommandant und Steinmetz werden auf knapp 200 Plakaten Vorboten für die "Friedberger Zeit" sein. Und zwar weit über Friedberg hinaus - entlang der Romantischen Straße, in den "Schwabenstädten" und auch im Raum Dachau, Fürstenfeldbruck. Für besondere Gelegenheiten wie Messeauftritte oder Pressekonferenzen gibt es die Plakate zusätzlich im Großformat. Entworfen hat sie Sepp Treffler von der Stadtverwaltung. Die beiden "Werbeträger" werden sich auch in den Friedberger Zeit-Flyern wiederfinden, die im Laufe des April in einer Auflage von 10 000 vorliegen werden.

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