Schon im vergangenen Sommer wurde Mauerwerk herausgebrochen. Von Andreas Schmidt



Unbekannte haben es auf das alte Brunnenhaus abgesehen, das zwischen Ottmaring und Rederzhausen in einem öffentlich nicht zugänglichen Wäldchen steht. Zum zweiten Mal innerhalb von knapp einem Jahr wurde das Gebäude nahe der Altdorfstraße mit massiver Gewalt beschädigt. Am Werke waren die unbekannten Rowdys nach Polizeiangaben möglicherweise bereits seit Mitte April. Der zuständige Wassermeister des Wasserbeschaffungsverbandes Ottmaring-Rederzhausen, Martin Späth, bemerkte den Schaden am Dienstag.
Es wurde mit regelrechten Abbrucharbeiten begonnen. An der Gebäudesüdseite brachen die Unbekannten zwei Lagen des Backsteinmauerwerks auf einer Fläche von etwa eineinhalb Quadratmetern heraus. Noch eine weitere Lage und der Durchbruch ins Innere wäre durch die Wand gelungen.
"Wer macht sich so eine Arbeit", fragt sich der Wassermeister eigentlich genauso verwundert wie verärgert. Auf der gegenüberliegenen Gebäudeseite wurde auf einer Höhe von 2,30 bis 3 Metern ebenfalls auf das Mauerwerk eingeschlagen, so dass es sich nach innen wölbte. Schließlich brachen die Täter noch die Eingangstür und ein vergittertes Fenster auf und drangen in das Gebäude ein. Drinnen beschädigten sie einen dort abgestellten Luftrockner.
Bereits im Sommer vergangenen Jahres gab es einen ähnlichen Fall von Vandalismus an dem Brunnenhaus. Damals wurden Fenster eingeschlagen und Ziegel herausgebrochen unterhalb der jetzt stark beschädigten Stelle. Wassermeister Späth schätzt, dass der Schaden in beiden Fällen sich auf mittler weile 2000 bis 3000 Euro summiert.
Zeugen werden gebeten, sich an die Polizeiinspektion Friedberg, Telefon 0821/323-1710, zu wenden.
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